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Desinformation und Hass in sozialen Netzwerken

After Work Bildung für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

Mit der neuen Veranstaltung unter dem Titel "Desinformation und Hass in sozialen Netzwerken - Ursachen, Wirkung und Herausforderung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen" wird das Vortrags- und Workshopangebot für Mulitplikatorinnen und Multiplikatoren von smiley e.V. um einen weiteren Baustein erweitert.
Termin
01.11.2022, 16:00 - 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
14. OG im Hochhaus auf dem ContiCampus
Königsworther Straße 1
30167 Hannover

Kinder und vor allem Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in sozialen Medien, um sich zu organisieren, zu informieren und zur Unterhaltung. Dabei sind sie gezielt auf der Suche nach Antworten, die sie in ihrem Alltag betreffen, stoßen aber auch nebenbei auf Informationen, die ihnen das Leben und das gesellschaftliche Miteinander erklären wollen. Nicht selten sind sie Zielgruppe von Desinformationskampagnen, die weniger informieren als manipulieren wollen. Durch die Dynamik sozialer Medien werden sie auch selbst zu Anbietern, wenn sie entsprechende Inhalte teilen und verbreiten. Das beginnt beim vermeintlich harmlosen WhatsApp-Kettenbrief und endet ggf. bei menschenverachtenden Memes bei Instagram.

Klassische Medienpädagogik gerät schnell an ihre Grenzen, wenn Jugendliche emotional und engagiert die Welt retten wollen, ggf. vor Gefahren, die es so nicht gibt. Sie wollen andere aufklären und warnen vor Lügen, die keine sind – mit Lügen, die wiederum Eltern, Pädagogen und Pädagoginnen als solche erkennen. Nicht nur online eskalieren Diskussionen, bei denen die Ebenen verschwimmen.
Um Kindern und Jugendlichen Methoden und Strategien mit auf den Weg zu geben, um zwischen Fakten und Meinung, Wahrheit und Lüge sowie Debatte und Hass zu unterscheiden, braucht es grundlegendes Hintergrundwissen. Hier geht es nicht um Faktenwissen oder um Unwahrheiten zu erkennen, sondern um ein Verständnis, warum Falschmeldungen geteilt und geglaubt werden.

Moritz Becker stellt in seinem Vortrag verschiedene Mechanismen der Desinformation bis hin zu Verschwörungsmythen auf nachvollziehbare Art und Weise da. Dabei blickt er mit viel Selbstkritik auf die eigene Mediennutzung und Bereitschaft, Dinge zu glauben und zu teilen als auch mit Empathie auf Kinder und Jugendliche, die sich in einer sehr unklaren Welt zurechtfinden müssen. Darauf basierend werden Ideen entwickelt, wie im pädagogischen Alltag sowohl pragmatisch als auch bedürfnisorientiert auf die beschriebenen Phänomene eingegangen werden kann.

Organisatorische Hinweise:
16:00 Uhr: Ankommen am Veranstaltungsort
Hier bekommst du einen Gutschein und kannst dir davon ein Essen in der Contine (Mensa auf dem ContiCampus) holen. Bis zum Beginn des Vortrages kannst du dich bei Kaffee und Kaltgetränken entspannen und natürlich auch gerne die GEW kennenlernen.
17:00 Uhr: Vortrag von Moritz Becker mit ausreichend Zeit für Nachfragen und zur Diskussion
19:00 Uhr: Feierabend

Weder für den Vortrag noch für Essen oder Getränke entstehen dir Kosten. Du bist von der GEW eingeladen.
Anmeldungen bitte bis zum 31. Oktober 2022 an gew@gew-hannover.de