Freude über GEW-Erfolg: Oberverwaltungsgericht kippt Mehrarbeit für Gymnasiallehrer

klage

Land muss zusätzliche Stellen an Gymnasien finanzieren

NEU: THEMA – Arbeitszeit vor Gericht 

„Dieses Urteil ist ein großer Erfolg für die GEW und gleichzeitig ein Arbeitsauftrag für uns", sagte Eberhard Brandt, Vorsitzender der niedersächsischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am 9. Juni 2015 den Klagen von neun Lehrkräften, die von der GEW und dem Philologenverband unterstützt wurden, in weiten Teilen stattgegeben: die Erhöhung der Regelstundenzahl für Gymnasiallehrkräfte von 23,5 auf 24,5 war rechtswidrig.

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Arbeitszeitstudie der GEW startet

Ab Montag protokollieren mehrere tausend Lehrkräfte im Land ihre Arbeitszeit minutengenau.

Mit dem Ende der Osterferien startet am Montag, 13. April, eine landesweite Studie zur Erfassung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen.

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Arbeitszeitstudie mit 300 Schulen

Kurz- und langfristige Strategie in Sachen Arbeitszeit

„Es gibt mehr Handlungsmöglichkeiten als den Klassenfahrtsboykott", erklärte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Eberhard Brandt am heutigen Montag. Heute organisiert der Landesschülerrat eine landesweite Beratung für eine weitere Großdemonstration für Klassenfahrten.

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Mitmachen bei der Arbeitszeitstudie

studie

Die GEW plant eine landesweite Studie zur Erfassung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer. In einer Pilotschule am hannoverschen Tellkampf-Gymnasium kam heraus, dass die 50-Stunden-Woche immer mehr zur Regel wird und die tatsächliche geleistete Arbeit deutlich über die Arbeitszeitverordnung hinausgeht. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) sah keinen Anlass zum Handeln, weil die Studie nicht repräsentativ sei und zudem mit Beginn dieses Schuljahres Änderungen zu greifen beginnen, die sich im nächsten Schuljahr fortsetzen würden.

Die GEW will die Studie nun ausweiten. Alle Schulen sämtlicher Schulformen können teilnehmen.

Die Lehrerinnen und Lehrer sollen nach den Osterferien 2015 mit der minutengenauen Aufzeichnung ihrer tatsächlich geleisteten Arbeitszeit beginnen. Um die unterschiedlichen Aspekte eines Schuljahres gut abbilden zu können, soll die Studie ein volles Jahr laufen. Der Arbeitsaufwand für die teilnehmenden KollegInnen hält sich dabei in Grenzen: bei der Pilotschule betrug er elf Minuten pro Woche, also etwa 90 Sekunden pro Tag. Die Anonymität der personenbezogenen Daten ist dabei selbstverständlich gewährleistet. Durchgeführt wird die Studie von Sozialwissenschaftlern der Universität Göttingen.

Nähere Informationen zum Projekt gibt es hier oder in der rechten Spalte zum Download.

Landesweite Arbeitszeitstudie
Arbeitszeitstudie wird auf alle Schulformen ausgeweitet
Macht mit!

Wer? Alle Schulen können teilnehmen.
Mit wem? Mindestens die Hälfte des Kollegiums muss mitmachen.
Ab wann? Los geht es am 13. April 2015, nach den Osterferien.
Bis wann? Die Studie soll ein komplettes Jahr (bis zu den Osterferien 2016) umfassen.
Wer zahlt? Der örtliche GEW Kreisverband muss für die Kosten aufkommen.

Anmeldeschluss: 06.02.2015
Rückfragen und Anmeldung: arbeitszeit@gew-nds.de