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Schulentwicklung der Landeshauptstadt braucht eine Perspektive und keine Deckelung der Fähigkeiten nach unten!

Sogar in Zeiten der Pandemie wird gefordert, das gegliederte Schulsystem stärker zu zementieren. Die Sorge um den Schulabschluss dürfte für viele Schüler*innen und deren Eltern im laufenden Schuljahr besonders groß sein, vermutet Harald Haupt, Kreisvorsitzender der GEW Region Hannover.

23.12.2020

„Es ist zynisch. Wer diese Sorgen ernst nimmt, würde sich dafür stark machen, die Bildungswege gerade jetzt so lange wie möglich offen zu halten. Wer weitere Real- und Oberschulen fordert, will die Fähigkeiten der Schüler*innen nach unten deckeln“. 

Das Zwei-Säulen-Modell, das auch die örtliche GEW auf dem Weg zu einer Schule für alle Kinder fordert, bietet mit Integrierten Gesamtschulen und Gymnasien durchweg Schulen an, an denen alle Schulabschlüsse gemacht werden können.

„Kann jemand, der einer Schülerin in diesem unverschuldet blöden Schuljahr nur einen Hauptschulabschluss zutraut noch ernsthaft Bildungspolitiker*n genannt werden?“ fragt sich der GEW-Kreisvorsitzende.

Wenn Bildungspolitiker*innen und Pädagog*innen anführen, dass sich Kinder in kleineren Schulen wohler fühlten als in integrierten großen Systemen, dann sind das bestimmt nicht nur leistungsschwächere Kinder. Zudem sollten die genannten einen Blick in das Niedersächsische Schulgesetz werfen. „Zwar ist dies an Voraussetzungen geknüpft, aber auch dreizügige Integrierte Gesamtschulen sind denkbar“, so Haupt.