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Grundschulen brauchen gutes Essen! Mittagessensversorgung muss in die Hand der Kommune!

Über 40 Grundschulen in Hannover bieten eine Nachmittagsbetreuung an, in der Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Freispiel und Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. „Die Schulen bieten ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften an, doch die Mittagessensversorgung ist schlecht organisiert und muss zurück in die Hand der Kommune!“, so Harald Haupt, Vorsitzender der GEW Region Hannover.

 

04.03.2020 - Harald Haupt, Frank Post

Tatsache ist, dass 43 Grundschulen in Hannover ein Mittagessen anbieten. Zum Teil noch nicht einmal in einer Mensa. Die Eltern müssen in einem undurchsichtigen Verfahren online bestellen und bezahlen. „Das gehört in den Aufgabenbereich der Landeshauptstadt Hannover!“, fordert Haupt. „Es kann doch nicht sein, dass die Kommune Ganztag bestellt, aber dann nicht für die Organisation des Mittagessens aufkommt!“

Die GEW fordert die sofortige Einstellung von städtischen Mitarbeiter*innen, die Organisation des Mittagessens übernehmen. „Die Ausgabe und die Bezahlsysteme sind Aufgabe des Schulträgers und nicht der Schulen!“, sagt Haupt.

Auch regt er an, dass die Herstellung von Mittagessen für Schüler*innen in der Grundschule gesund und regional sein soll. Die LHH schreibt das Mittagessen an seinen Schulen europaweit aus. „Das kann doch nicht sein, dass das Essen durch die ganze Republik gekarrt wird, obwohl wir hier in Hannover genügend Betriebe haben, die gesundes Essen produzieren könnten. So stärken wir die Billiganbieter, aber nicht die Kinder!“

Beispiele wie Pro Beruf zeigen, dass es in Hannover Betriebe gibt, die bestens dafür geeignet wären, gutes Essen für die Grundschulen zu liefern.
Die GEW fordert die Parteien und den Rat der Stadt auf hierfür sofort die entsprechenden Beschlüsse zu fassen.

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