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8. März 2021 - Internationaler Frauentag

„Frauen- und Gleichstellungspolitik heißt für die GEW während der Corona-Krise, dass sich die Situation von Frauen in der Gesellschaft nicht noch weiter verschlechtern darf. Im Gegenteil: Unser Kampf für gleiche Rechte geht auf allen Ebenen weiter!“, GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth

05.03.2021

Landesfrauenausschuss

8. März 2021 - Internationaler Frauentag
Frauen-Streik-Tag, Kampftag, gesetzlicher Feiertag in einigen Bundes-Ländern, Weltfrauentag! Trotz Pandemie eine Gelegenheit an unsere Forderungen zu erinnern!

Neueste Studien zeigen, dass der größte Teil der während der Pandemie gestiegenen Care-Arbeiten (Betreuung und Pflege, Homeschooling und Hausarbeit) auf den Schultern der Frauen lastet. Die Pandemie hat die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern verschärft. In den Bildungs- und Erziehungsberufen sind Frauen zusätzlich in vielfacher Hinsicht von den negativen Auswirkungen der Krise betroffen.
Frauen in Bildungs- und Erziehungsberufen und Mütter in der häuslichen Betreuung und im Homeschooling dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden! Wir wollen die feministische Gewerkschaftspolitik voranbringen und fordern:

  •  Arbeitszeiten, die allen Geschlechtern im Lebenslauf die gleichen Chancen eröffnen, erwerbstätig zu sein und Verantwortung für Partnerschaften, Familie sowie Care- und Hausarbeit zu übernehmen.
  • Perspektivwechsel auf unbezahlte und bezahlte Sorgearbeit sowie Erwerbsarbeit, die ineinander verwoben sind und einander bedingen. Alle berufstätigen Personen müssen Sorgeverantwortung tragen, für andere und für sich selbst, unabhängig vom Geschlecht oder davon, ob sie mit Kindern leben, alleinstehend, jünger oder älter sind.
  • Ausbau bedarfsgerechter und qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung mit Betreuungszeiten für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit mit angemessenen Arbeitszeiten. Soziale Gerechtigkeit bedeutet auch, dass die Chancen der Kinder weniger von den Care-Ressourcen ihres individuellen Bezugsfeldes abhängen.
  • bessere Bezahlung von Berufen im „sorgenden Bildungsbereich“, mit gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit und die Beendigung der mittelbaren Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. 
  • Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur von z.B. Ganztagsangeboten in Kita und Schule, in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen oder haushaltsnahen Dienstleistungen.

Für einen Feminismus, der sich für die Gleichheit der Geschlechter in Bildung und Beruf einsetzt sowie eine geschlechtersensible Perspektive auf gewerkschaftliche Interessenvertretung.
Gute Arbeitsbedingungen sind auch gute Bildungsbedingungen! Gemeinsam können WIR die Zukunft gestalten!

„Frauen- und Gleichstellungspolitik heißt für die GEW während der Corona-Krise, dass sich die Situation von Frauen in der Gesellschaft nicht noch weiter verschlechtern darf. Im Gegenteil: Unser Kampf für gleiche Rechte geht auf allen Ebenen weiter!“, GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth

Talktime
- Immer wieder am dritten Mittwoch eines Monats -
19:30 – 21:00 Uhr!


17. MÄRZ

  • Quote – Gleichstellungspolitik im öffentlichen Raum und in der Gewerkschaft

Frauen bilden in Deutschland und Österreich die quantitative Mehrheit: Es gibt hier einfach mehr
Frauen. Heißt das also, dass wir Frauen mehr Macht haben, weil wir mehr Masse sind? In welchem
Verhältnis steht Qualität zu Quantität?


21. APRIL

  • Silversurfing im World Wide Web - Digitalisierung und Alter

Seit dem Millennium ist die Rede vom Digital Native, womit eine Person bezeichnet wird, die in der
digitalen Welt aufgewachsen ist. Die Digitalisierung steigt zunehmend – während der Pandemie scheint
das Internet unverzichtbar für die Gesellschaftliche Teilhabe.


19. MAI

  • Zwischen Fortschritt und „Alter Schule“ – Pädagogik der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt als Herausforderungen heute

In den letzten Jahren – so könnte man meinen – hat eine Liberalisierung, also ein offener Umgang mit
den Themen Homo- oder Bisexualität, Transgeschlechtlichkeit und Intergeschlechtlichkeit Einzug
gefunden. Gleichzeitig verstärken sich überholte Geschlechterclichés am rechten Rand. Ein Blick über
die Grenze nach Polen zeigt ein bedrohliches Szenario. Über 100 Gemeinden haben sich in Polen zur
"LGBT-ideologiefreien Zone" erklärt. Auch in Deutschland haben Diskriminierungserfahrungen
verheerende Folgen.


16. JUNI

  • Personenstandsgesetz – ein guter Umgang im Bildungsbereich


Mit dem Personenstand wird etwa das Geschlecht einer jeden Person behördlich registriert. Seit 2013
ist ein offener Geschlechtseintrag möglich und seit 2018 gibt es neben „Frau“ und „Mann“ den
Geschlechtseintrag „divers“. Darüber, wer „divers“ in Anspruch nehmen kann, laufen Rechtsstreite.
Transgeschlechtliche Personen können mit bestimmten Voraussetzungen Namen und
Geschlechtseintrag ändern. Die Voraussetzungen sind im Transsexuellengesetz (TSG) geregelt. Dem
TSG widerfährt heftige Kritik wegen seiner diskriminierenden Praxis – auch von gewerkschaftlicher
Seite.


Sei dabei! Anmeldung: www.gew.de/talktime und Kontakt: Janina Henkes