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Tarifrunde 2012
Diese Woche haben sich die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen an Warnstreiks in elf Bundesländern beteiligt. Für Montag und Dienstag nächster Woche sind weitere Warnstreiks in mindestens sieben Bundesländern angekündigt. Bereits jetzt ist klar, dass die Streikbeteiligung gegenüber der ersten Warnstreikwelle noch einmal erheblich gesteigert werden konnte. Das ist eine unmissverständliche Botschaft: Wenn die Arbeitgeber sich in der nächsten Verhandlungsrunde Ende März nicht zu einem annehmbaren Angebot durchringen, sind die Beschäftigten zu einer weiteren Eskalation, dem Erzwingungsstreik, bereit. Videoclips zu den Streikaktionen am Montag in Hannover und am Dienstag in München gibt es ab sofort im YouTube-Kanal des GEW-Hauptvorstands: www.youtube.com/GEWHauptvorstand 19. März 2012
Da in der 2. Verhandlungsrunde die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben – ihr Vorschlag lief auf eine Erhöhung um 1,77% heraus – verstärken die Gewerkschaften vor der letzten Verhandlungsrunde am 28./29. März noch einmal die Warnstreiks. Die Gewerkschaften rufen am Montag, den 19. März ihre Mitglieder im Bund und in den Kommunen in Niedersachsen und Bremen erneut landesweit zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Bei Rückfragen steht der Kollege Rüdiger Heitefaut in der Landesgeschäftsstelle zur Verfügung (0511/33804-24).
13. März 2012 Auch am zweiten Tag der Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ihr Angebot vom Vortag nicht verbessert. Die Gewerkschaften haben dieses Angebot noch einmal nachdrücklich zurückgewiesen und weitere Warnstreiks angekündigt. Beide Seiten haben vor der Presse erklärt, die Tarifrunde ohne Schlichtung in freien Verhandlungen abschließen zu wollen. Sollte es in der dritten Verhandlungsrunde am 28./29. März kein Ergebnis geben, werden die Gewerkschaften ihre Mitglieder zu Urabstimmung und Erzwingungsstreik aufrufen. Deshalb kommt den Warnstreiks in den nächsten Wochen eine besondere Bedeutung zu. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich in Gewerkschaften organisieren und sich an den Warnstreiks beteiligen, desto besser sind die Chancen für einen guten Tarifabschluss. Videoclips zur zweiten Verhandlungsrunde und den Warnstreik-Aktionen unter www.youtube.com/GEWHauptvorstand Weitere aktuelle Infos zur Tarifrunde 2012: www.gew-tarifrunde-tvoed.de
Die Verhandlungskommissionen der Gewerkschaften haben das Arbeitgeberangebot zurückgewiesen. Das Angebot geht in keiner Weise auf die Forderungen der Gewerkschaften ein. Die Einkommenssteigerungen würden wieder unter der absehbaren Teuerungsrate liegen. Der Nachholbedarf, den es wegen der Reallohnverluste gibt, würde noch größer. Über die Laufzeit von zwei Jahren gerechnet, wäre die Erhöhung gerade einmal 1,77 Prozent. Selbst bei einer Laufzeit von einem Jahr wäre die Gesamterhöhung zu gering. Die von den Gewerkschaften geforderte soziale Komponente in Form eines Mindestbetrags ist im Angebot gar nicht enthalten. Eine Einmalzahlung von 200 Euro für zwei Nullmonate hat mit einer sozialen Komponente nichts zu tun. GEW-Vorstandsmitglied Ilse Schaad erklärte vor der Presse, dass bei dieser Lohnentwicklung viele Erzieherinnen, die unfreiwillig in Teilzeit arbeiten, weiterhin gezwungen sein würden, ihr Einkommen durch Harz IV aufzustocken. Alle beteiligten Gewerkschaften erklärten daher, dass dieses Angebot als Verhandlungsgrundlage nicht akzeptabel sei. Dennoch werde man in weiteren Verhandlungen versuchen, Lösungen zu finden.
Nur eine Stunde nach Beginn der heutigen zweiten Verhandlungsrunde haben Bund und Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ein Angebot vorgelegt. Es umfasst bei zwei Nullmonaten und einer Laufzeit von 24 Monaten eine Entgelterhöhung - ab 1. Mai 2012 um 2,1 Prozent Als "soziale Komponente" haben sich die Arbeitgeber eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro vorgestellt. Derzeit findet eine zweite Gesprächsrunde der Verhandlungsführer von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite statt. Anschließend werden die Gewerkschaften ihre Position vor der Presse erläutern.
07. März 2012 Auch am dritten Tag zeichnet sich eine große Beteiligung an den Warnstreiks zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst ab. In mehreren Städten blieben die Kitas einen ganzen Tag lang geschlossen. Die Beschäftigten machen deutlich: Es wird Zeit für eine spürbare Lohnerhöhung. In der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam müssen die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen. Die GEW berichtet laufend über die Streiks und Aktionen: www.gew-tarifrunde-tvoed.de Im YouTube-Kanal der GEW gibt es neue Videoclips Die Ankündigungen weiterer Aktionen der GEW-Landesverbände und Warnstreikaufrufe sammeln wir in unserem Aktionskalender: www.gew-tarifrunde-tvoed.de/Aktionskalender.html
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes rufen ihre Mitglieder zu Warnstreiks auf, um den Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. Die 1. Verhandlungsrunde am 1. März war ergebnislos verlaufen. Die Arbeitgeber beharrten darauf, dass die Gewerkschaften von ihren Forderungen Abstand nehmen müssten, legten selbst aber kein Angebot vor. Ansprechpartner in der Landesgeschäftsstelle ist der Kollege Rüdiger Heitefaut (0511/33804-24 o. r.heitefaut@gew-nds.de). Im Mitgliederbereich stehen weitere Hintergrundmaterialien bereit.
Zum Verhandlungsauftakt der Tarifrunde 2012 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen kamen die Arbeitgeber ohne ein eigenes Angebot. Die Forderung der Gewerkschaften nach einer Gehaltssteigerung um 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro, wiesen sie als „unbezahlbar“ zurück. Sie haben die Gewerkschaften aufgefordert, ihre Forderungen zu reduzieren. Nur dann seien sie zu ernsthaften Verhandlungen bereit. Der Ablauf der ersten Verhandlung hatte rituellen Charakter. Wie schon in den vergangenen Tarifrunden machten die Arbeitgeber die Aufgabe unserer Forderungen zur Bedingung, um überhaupt zu verhandeln. Wie bereits 2010 setzen sie alles daran, das Forderungsniveau möglichst niedrig zu halten und sich damit in die Schlichtung zu retten. Sie setzen ihre Hoffnung so auf den von den Arbeitgebern benannte Schlichter Georg Milbradt, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, der in dieser Runde stimmberechtigt ist. „Die Arbeitgeber sind nicht bereit, in freien Verhandlungen ein Ergebnis zu erzielen. Dann können die Gewerkschaften nur mit flächendeckenden Warnstreiks reagieren. Ohne Druck ist hier nichts zu holen“ kommentierte GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber. Die Gewerkschaften werden deshalb für die kommenden Wochen mobilisieren. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen haben die Nase voll. Gerade angesichts der aktuellen Geschenke der Europäischen Zentralbank an die Banken und der lebenslänglichen Ehrenbesoldung an den nach 17 Monaten Dienst an der Gemeinschaft ausgeschiedenen Bundespräsidenten ist der Verweis der Arbeitgeber auf die leeren Kassen glatter Hohn.
29. Februar 2012 Der 1:30 Minuten kurze Videoclip "Drei Fragen an Peter Blase-Geiger" ist der Auftakt zu einer Reihe, mit der wir die Tarifrunde begleiten wollen. Der Clip ist hervorragend geeignet, sich auf den Verhandlungsauftakt morgen, am 1. März in Potsdam einzustimmen. Er ist zu finden im YouTube-Kanal des GEW-Hauptvorstands www.youtube.com/GEWHauptvorstand oder direkt unter: http://youtu.be/k2S6tSKlDM4 Wir haben uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem letzten Video zur Begründung der Tarifforderung gefreut. Auch dieses Video ist natürlich weiter aktuell und kann unter folgender Adresse angeschaut und weiter verbreitet werden: http://youtu.be/-bDCrle3xG4 Die Gewerkschaften habe ihre Forderungen gut begründet. Daher erwarten wir morgen von den Arbeitgebern (Bund und Kommunen) ein verhandlungsfähiges Angebot. Tarifrunde 2012: Sei dabei! Mit der GEW! In der GEW!
Die Große Tarifkommission der GEW hat auf ihrer heutigen Sitzung in Frankfurt am Main die Forderungen für die Tarifrunde 2012 (Bund und Kommunen) beschlossen. Die Gehaltsforderung beläuft sich auf 7 Prozent, mindestens aber 200 Euro. GEW-Vorstandsmitglied Ilse Schaad sagte, "es ist Zeit für eine ordentliche Gehaltserhöhung. Seit dem Jahr 2000 hat es im öffentlichen Dienst Reallohnverluste von ca. 5 Prozent gegeben. Auch für die europäische Gesamtentwicklung darf ausgerechnet von Deutschland kein Signal von Lohndumping mehr ausgehen." Außerdem sprachen sich die Delegierten für eine Angleichung der Arbeitszeit der kommunalen Beschäftigten in Ost und West auf 39 Stunden die Woche aus. Auch die Jahressonderzahlung ("Weihnachtsgeld") soll auf 100 Prozent des West-Niveaus angeglichen werden. Weitere Beiträge zum Themenbereich "Tarifpolitik"
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