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“Gegenwärtig wird Kritik an den Konzepten und Realitäten der Integrationspädagogik laut und bildungspolitisch ist in der Tat zu beobachten, dass Integration - wie die Gesamtschule auch - die Schullandschaft lediglich pluralisiert, aber nicht verändert hat (...). Zugleich steigen die Zahlen der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf weiter an. Kritik wird derzeit dahin gehend geäußert,
- dass integrationspädagogische Konzepte nicht Schule insgesamt strukturell verändert haben,
- dass hier möglicherweise vor allem eine bildungsbürgerliche Sozialromantik am Werke war und eine zu hohe bildungspolitische Kompromissbereitschaft bestanden habe,
- dass sozial benachteiligte Kinder im Integrationsdiskurs übersehen wurden bzw. keine Lobby hatten,
- dass es inzwischen einen neuen Bias, nämlich integrationsfähige und integrationsunfähige SchülerInnen gebe und
- als Kardinalfehler wird allgemein die Nichtüberwindung der Zwei-Welten-Theorie (Behinderte und Nicht-Behinderte) gesehen.
Diese Probleme sind sicherlich nicht der Integrationsforschung anzulasten, sonder n sind im Wesentliche n auch ein politisches Problem. .... .... Insofern ist die Entwicklung des Modells einer “Inclusive School”, die insbesondere das “Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma” überwinden will, weiter voran zu treiben und nach wie vor ist eine Schule zu fordern, .... , die sich dem neoliberalen Zeitgeist widersetzt (...).” Vera Moser, in: Behindertenpädagogik Heft 3, 2005
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