Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Niedersachsen
Fachgruppe Sonderpädagogik

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Die integrative Erziehung und Bildung ist die zentrale bildungspolitische Forderung der GEW. Inzwischen wird verstärkt der Begriff der INKLUSION, die Forderung nach inklusiver Pädagogik diskutiert. Zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Begriffsbildung empfehlen wir den Beitrag von Stefanie Krach: “Zur Herleitung und Begründung des Begriffs Inklusion”, in: Behindertenpädagogik 48(2009)4, S. 382 ff.

Auf den folgenden Seiten und mit unten stehenden Links werden einige Wegmarken in der Beschlussfassung der GEW sowie Materialien zum gemeinsamen Lernen behinderter und sog. nicht behinderter Kinder bereit gestellt.

Die Landes-Delegierten-Konferenz der GEW Niedersachsen hat am 28.9.2009 einen Leitantrag zur Inklusiven Bildung beschlossen. hier zum Download

Die UN-Generalversammlung hat am 13.12.2006 eine Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen beschlossen; der Artikel 24 ist Grund legend für die inklusive Bildung. Bundestag und Bundesrat haben ebenfalls diesen Konvention Ende 2008 beschlossen! hier die englische Fassung als PDF;  hier die deutsche Übersetzung als PDF

Die UN Behindertenrechts-Konvention in leichter Sprache! : http://www.ich-kenne-meine-rechte.de/

2009: Manifest “Inklusive Bildung jetzt!” (zum Download)

Die Position der GEW (Bund) zur Integrativen Beschulung

Manifest zur Gründung einer “Initiative für integrative Pädagogik und Politik”; beschlossen auf der Tagung der IntegrationsforscherInnen im Februar 2007 in Erfurt (hier zum Download)


Infos zum Stand der Integration in Niedersachsen, 2007

Zusammenstellung von internationalen und nationalen Erklärungen zum gemeinsamen Lernen; von Dr. Irmtraud Schnell, Vorsitzende des Bundesfachgruppenausschusses Sonderpädagogische Berufe der GEW

Empfehlungen für Interessierte/ für Eltern zur Beantragung von Integrationsklassen.

Integration von Schülerinnen und Schülern mit einer Sehschädigung an Regelschulen
Link zur Website der UNI-Dortmund: http://www.isar-projekt.de/

“Es ist lerntheoretisch wie sozialpsychologisch ganz unwahrscheinlich, dass zwölf verhaltensauffällige Kinder in einer Sonderklasse sowohl effektiver lernen als auch soziale Kompetenzen besser erwerben können, als wenn diese Kinder in regulären Klassen mit zusätzlichen Hilfen integrativ unterrichtet und erzogen würden.”
(U. Preuss-Lausitz, A. Textor; Zeitschrift für Heilpädagogik, Januarheft 2006)

www.inklusionspaedagogik.de

Website von Prof. Dr. Andreas Hinz und Ines Boban (beide Uni Halle) rund um das Thema Inklusionspaedagogik

Integration ist nicht teurer!! Aufsatz zu Untersuchungen von Prof. Dr. U. Preuss-Lausitz hier zum Download

"Integration ist Menschenpflicht" Memorandum   zum 25-jährigen Jubiläum der Empfehlung des Deutschen Bildungsrates zur Pädagogischen Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlicher (GEW)

Aus dem Blickwinkel der historischen Behindertenpädagogik sind 5 Entwicklungsstufen zu unterscheiden:

  • “EXKLUSION: Behinderte Kinder waren bzw. sind von jeglichem Schulbesuch ausgeschlossen. Beispiel: die Situation in deutschen Landen im 18. Jahrhundert
  • SEPARATION: Behinderte Kinder besuchen eigene Bildungseinrichtungen (Sonderschulen). So in Deutschland seit Ende des 19. Jahrhunderts.
  • INTEGRATION: Behinderte Kinder können mit sonderpädagogischer Unterstützung Allgemeine Schulen besuchen.
  • INKLUSION: Alle behinderten Kinder besuchen wie alle anderen Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen Allgemeine Schulen, welche die Heterogenität ihrer Schüler und Schülerinnen schätzen und im Unterricht fruchtbar machen.
  • VIELFALT ALS NORMALFALL: Inklusion wird überall zur Selbstverständlichkeit, der Begriff Inklusion kann daher in einer ferneren Zukunft vergessen werden.”

(Prof. Dr. Alfred Sander in: Zeitschrift für Heilpädagogik 5/2004)

Angesichts der derzeitigen bildungspolitischen Entwicklung eine ILLUSION ?????

Eine Schule für alle
Wider die Auslese in der Grundschule und im Besonderen in der Sonderschule

Vortrag Jeddingen 02.06.2004
Prof. Dr. Matthias v. Saldern. ,Uni Lüneburg
Vortrag/Präsentation zum Herunterladen als pdf-Datei hier

“Gegenwärtig wird Kritik an den Konzepten und Realitäten der Integrationspädagogik laut und bildungspolitisch ist in der Tat zu beobachten, dass Integration - wie die Gesamtschule auch - die Schullandschaft lediglich pluralisiert, aber nicht verändert hat (...). Zugleich steigen die Zahlen der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf weiter an.
Kritik wird derzeit dahin gehend geäußert,

  • dass integrationspädagogische Konzepte nicht Schule insgesamt strukturell verändert haben,
  • dass hier möglicherweise vor allem eine bildungsbürgerliche Sozialromantik am Werke war und eine zu hohe bildungspolitische Kompromissbereitschaft bestanden habe,
  • dass sozial benachteiligte Kinder im Integrationsdiskurs übersehen wurden bzw. keine Lobby hatten,
  • dass es inzwischen einen neuen Bias, nämlich integrationsfähige und integrationsunfähige SchülerInnen gebe und
  • als Kardinalfehler wird allgemein die Nichtüberwindung der Zwei-Welten-Theorie (Behinderte und Nicht-Behinderte) gesehen.

Diese Probleme sind sicherlich nicht der Integrationsforschung anzulasten, sonder n sind im Wesentliche n auch ein politisches Problem. .... .... Insofern ist die Entwicklung des Modells einer “Inclusive School”, die insbesondere das “Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma” überwinden will, weiter voran zu treiben und nach wie vor ist eine Schule zu fordern, .... , die sich dem neoliberalen Zeitgeist widersetzt (...).”
Vera Moser, in: Behindertenpädagogik Heft 3, 2005

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