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Pressemitteilungen GEW


27. August 2006
GEW warnt vor Studiengebühren

Studium als finanzielles Risiko


Vor der Einführung von Studiengebühren hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewarnt. „Um den Herausforderungen der nächsten Jahre gerecht zu werden und die Bundesrepublik zukunftsfähig zu machen, brauchen wir künftig mehr hoch qualifizierte Akademiker. Wenn wir zu wenige Wissenschaftler und Ingenieure haben, diese aus anderen Ländern anzuwerben, ist keine Lösung“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne in Frankfurt a.M..

Er machte deutlich, dass auch die Erfahrungen aus anderen Ländern belegten, dass Studiengebühren insbesondere Kinder aus sozial schwachen und Migrantenfamilien vom Studium abschrecken. „Aber künftig werden sich auch immer mehr Mittelschichtfamilien gut überlegen, ob sie das finanzielle Risiko eines Studiums auf sich nehmen. Schnell kommen 30.000 Euro Schulden zusammen, wenn Studiengebühren gezahlt und das Studium mit einem zu Marktkonditionen verzinsten Bankdarlehn finanziert werden müssen“, unterstrich Thöne.

„Immer mehr junge Menschen studieren in Teilzeit. Den Rest des Tages arbeiten sie, um ihr Studium zu finanzieren“, sagte der GEW-Vorsitzende. Bereits jetzt jobbten 70 Prozent der Studierenden, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Auf diese Veränderungen seien die meisten Hochschulen mit ihren Angeboten überhaupt nicht eingestellt. Sie gingen immer noch vom Vollzeit-Studierenden aus.

Mit Blick auf die Studierendenproteste in den vergangenen Wochen und Monaten ist Thöne davon überzeugt, dass sich der „summer of resistance“ nun zum „hot autumn“ weiter entwickeln wird. Er sagte den Studierenden die Unterstützung der GEW bei ihren weiteren Aktivitäten zu.







   
   
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