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GEW beschließt Forderungen
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Pressemitteilungen GEW


06. Oktober 2007
Treffen der Gesamtschulinitiativen in der Landeshauptstadt


Wachsendes Interesse im ganzen Land


GEW bietet Beratung für Eltern und Schulträger

„In allen Teilen des Landes wächst das Interesse an der Gründung neuer Gesamtschulen“, stellt Richard Wilmers, ehemaliger Leiter der IGS Schaumburg fest. Im Landkreis Schaumburg wollen zwei Gemeinden ihre Schulzentren zum Schuljahr 2008/09 in Integrierte Gesamtschulen umwandeln, um das Bildungsangebot durch den gymnasialen Bildungsgang zu verbessern und mehr Kindern den Weg zum Abitur zu öffnen. Sie wollen zugleich die Schulwege und deren Kosten günstiger gestalten. Von 521 Anmeldungen mussten in Schaumburg 409 abgelehnt werden. Ähnliche Überlegungen gibt es auch in vielen anderen Gemeinden und Landkreisen unabhängig von der parteipolitischen Ausrichtung der kommunalen Vertretungen. „Gerade in den ländlichen Regionen wissen Schulträger nicht, wie sie angesichts der rückläufigen Schülerzahlen insbesondere an der Hauptschule ohne die Umwandlung bestehender Schulzentren in Gesamtschulen ein wohnortnahes Schulangebot aufrecht erhalten können“, betont Klaus Kucharski, Gesamtschulvertreter im Bezirk Hannover.

In Städten, in denen die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen das Angebot übersteigt (landesweit 40%), überlegen immer mehr Stadtverwaltungen und Stadträte, die Gründung zusätzlicher Gesamtschulen zu beantragen, um dem Interesse der Eltern nachzukommen. Die Forderung von Wulff und Busemann, die bestehenden Gesamtschulen sollten mehr Schüler aufnehmen, stößt in den Kommunen auf kopfschüttelndes Unverständnis. Angesichts der rückläufigen Schülerzahlen wollen Kommunen keine neuen Schulräume bauen, sondern Leerstände in vorhandenen Gebäuden vermeiden. „Nur Neugründungen von IGSen werden von den Eltern akzeptiert“, stellt Edith Tötsches, Elternvertreterin in der hannoverschen Initiative „Für eine neue IGS in Hannover!“ klar. „Wir wollen pädagogisch sinnvolle Schulgrößen und keine Mammutschulen!“ „Auch in Braunschweig, wo 37% der Eltern einen Gesamtschulplatz für ihr Kind wünschen, muss angesichts 328 Ablehnungen eine neue IGS gegründet werden“, fordert Anne Mehring.

Ministerpräsident Wulff hat bei vielen Menschen - auch bei vielen Kommunalpolitikern - den Eindruck erweckt, das Gesamtschulgründungsverbot sei bereits aus dem Schulgesetz gestrichen. „Die Eltern erwarten, dass Herr Wulff jetzt Farbe bekennt und vor den Wahlen im Landtag für die Gleichberechtigung der Gesamtschulen eintritt“, erklärt Bernd Siegel, Gesamtschulvertreter im Landeselternrat. Dies Gremium hat einstimmig beschlossen, die Regierung zur Streichung des Gründungsverbots aufzufordern. „Mit einer Wundertüte, bei der wir gespannt sein dürfen, was wirklich drin steckt, kann uns Wulff nicht kommen!“ So sei die Stimmung unter den Gesamtschulanhängern.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bietet allen interessierten Elterninitiativen und Kommunen die Beratung durch erfahrene Gesamtschulleiter an, die Wege aufzeigen, wie in Niedersachsen Gesamtschulen aufgebaut werden können.
Kontaktadresse: U.Riechelmann[at]gew-nds.de, Telefon: 0511 33 80423




   
   
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