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Ratgeber, Broschüren und Unterrichtsmaterialien
31. Januar 2008 Events lautet eine zentrale Botschaft in George W. Bushs letzter "Rede an die Nation". Dass die Turbulenzen auf den Finanzmärkten auf die Globalökonomie zurückwirken, ist unbestritten. Immobilienkrise – Kreditklemme – Rezession: Was bedeutet das im Einzelnen für die "Konjunktur-Perspektiven"? Udo Ludwig (IHW Halle), Dierk Hirschel (DGB-Chefökonom), Joachim Bischoff (Redaktion Sozialismus), Klaus Steinitz (Helle Panke) und andere Autoren des gleichnamigen Buches nehmen den Konjukturzyklus unter die Lupe. Der "schwarze Montag": Einzeltäter oder mehr? Die Börse hatte sich vom "schwarzen Montag" (rd. 60 Mrd. Euro waren in wenigen Stunden verbrannt worden) kaum erholt, da schreckte die Nachricht auf, dass die französische Großbank Société Générale allein durch die Zockereien ihres 31 Jahre alten Mitarbeiters Jérôme Kerviel auf den Dax 4,8 Mrd. Euro verloren hat. Seriöse Finanzexperten weisen darauf hin, dass dies den Kurssturz keineswegs erklärt und die von der US-Immobilienkrise ausgegangenen Probleme keineswegs aus der Welt sind. Unsere AutorInnen Jörg Huffschmid, Margit Köppen u.a. gehen in dem Buch "Finanzinvestoren: Retter oder Raubritter?" den neuen Herausforderungen durch die internationalen Kapitalmärkte auf den Grund. "Afrika: Paradies der brutalen Selbstherrscher"? Dass es in Afrika "durch und durch morsche Staatsgebilde" (Spiegel online) gibt, wird angesichts der aktuellen Krise in Kenia kaum jemand bestreiten. Die These allerdings, der Kontinent leide vor allem "unter der Raffgier und Selbstherrlichkeit vieler seiner Führer", greift zu kurz. Dem Rest der Welt und vor allem Europa kommt eine große Mitverantwortung für das afrikanische Desaster zu. Dies analysieren Uwe Hoering in seinem aktuellen Buch "Agrar-Kolonialismus in Afrika" und die AutorInnen des AttacBasisTextes "Europa plündert Afrika". Sie machen deutlich, dass es Alternativen zu Bürgerkrieg und autoritärem Gehabe gibt! "Gute Arbeit": Das Original! Das Thema ist in aller Munde: die SPD hat einen Videowettbewerb gestartet (www.gutearbeit.spd.de), um zu erfahren, "was gute Arbeit im Alltag heißt" (Vorwärts). DIE LINKE im Bundestag griff zuvor die Initiative in einer Broschüre auf. ver.di hatte sich bereits auf dem Gewerkschaftstag 2007 in Leipzig angeschlossen, der DGB zog mit dem "Gute Arbeit"-Index nach. Auf die arbeitspolitische Agenda gesetzt hatte die IG Metall 2004 das Thema mit dem Projekt "Gute Arbeit". Inzwischen liegen nicht nur viele neue Erfahrungen, sondern insbesondere zahlreiche Handlungshilfen und Materialien für die betriebliche Praxis in dem "Handbuch 'Gute Arbeit'" (mit CD) vor, das allen AkteurInnen ans Herz gelegt sei, die sich für menschengerechte Arbeitsgestaltung stark machen. "Verkehrte Welt" "Eine Gewerkschaft kämpft für niedrigere Löhne. Ein ehemaliger SPD-Sozialminister wird Vorsitzender eines Arbeitgeberverbandes – bei der Auseinandersetzung um den Mindestlohn bei der Post Ende 2007 herrschten verkehrte Welten. Wer sich für die Hintergründe dieser Auseinandersetzungen interessiert, dem sei ein schmales Bändchen von Uli Röhm und Wilfried Voigt empfohlen: Das Lohndumping-Kartell". (Vorwärts 02/2008) Dem haben wir nichts hinzuzufügen. "Wird Deutschland ein Links-Staat?" titelte die BILD-Zeitung am 29. Januar 2008. Dazu haben wir noch kein Buch. Aber VSA-Autoren kommentieren die aktuelle Entwicklung. Denn in der Tat befinden sich sowohl das bürgerliche Lager als auch Sozialdemokraten und Grüne nach den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen in einer schwierigen Situation. Joachim Bischoff und Björn Radke kommentieren in der Zeitschrift Sozialismus 2/2008 eine Zwischenetappe des Politikwechsels: "Hier ist DIE LINKE". Und dass Roland Koch mit seiner Migranten-Schelte zu Recht abgestraft wurde, machen die AutorInnen des Supplements "MigrantInnen als Sündenböcke" der gleichen Ausgabe der Zeitschrift deutlich. Bücher zum Thema kommen dann später.
8.-9.2., Philosophische Fakultät ("Phil-Fak"), Wilhelm-Röpke-Str. 6, Marburg. Die Forschungsgruppe Europäische Integration (FEI) Marburg lädt ein zu einem Gastvortrag und Workshop: mit Michael Krätke, Dieter Plehwe und Hans-Jürgen Bieling. Infos: Christina Deckwirth, Tel. 06421/28-24364; 030-61657783, deckwirth[at]staff.uni-marburg.de (Anmeldung), Daniel Seikel, Tel. 06421/28-24364; 0176-61188511, danielseikel[at]lycos.de (Vermittlung von Privatunterkünften). Gewerkschaftspolitische Konferenz der LINKEN 9.2.2008, Hamburg-Wilhelmsburg. Dass DIE LINKE nicht nur Wahlerfolge feiert, sondern auch Alternativen zum Sozial- und Lohndumping vorantreibt, wird sich auf ihrer Gewerkschaftspolitischen Konferenz zeigen. VSA ist mit einem Büchertisch vor Ort. Schluss mit Sozial- und Lohndumping 9.2.2008, 10.30 bis 17.00 Uhr, Bürgerhaus Hamburg-Wilhelmsburg, Gewerkschaftspolitische Konferenz mit: Kersten Artus, Betriebsratsvorsitzende und Bürgerschaftskandidatin DIE LINKE, Berno Schuckart, Landessprecher DIE LINKE, Levent Dokoyucu, telecom-Gewerkschaft Türkei, Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Bundestag. Infos: www.hier-ist-die-linke-hamburg.de Die KPD in Harburg-Wilhelmsburg 12.2.2008, 19.30 Uhr, Hamburg, Bürgerhaus Wilhelms burg, Mengestr. 20, Raum 112/113, Vortrag und Diskussion über eine kommunistische Hochburg von 1918-1933 mit Christian Gotthardt, Historiker und Autor des soeben erschienenen Buches "Die radikale Linke als Massenbewegung. Kommunisten in Harburg-Wilhelmsburg 1918-1933". Infos: www.rosa-luxemburg-bildungswerk.de EuroMemo 2007 13.2.2008, 18:00, Berlin, Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, Diskussion und Vortrag mit Jörg Huffschmid und Klaus Steinitz über "Demokratische Alternativen gegen Armut und Prekarisierung in der Europäischen Union – Das EuroMemorandum 2007". Infos: www.helle-panke.de Eine Schule für alle 16.2.2008, 10-18 Uhr, FH Dortmund, Emil-Figge-Str. 40-44. Konferenz mit Referaten von Klaus Klemm (em. Prof. für Bildungswissenschaften, Essen), Nele Hirsch (MdB, Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE), Guntram Schneider (Vorsitzender DGB NRW) und Workshop-AGs mit Ingrid Wenzler, Dorothea Schäfer u.a. Abschließend stellt sich das NRW-Aktionsbündnis »Eine Schule für alle« vor. Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW in Kooperation mit den Marxistischen Blättern. Anmeldung: RLS-NRW, Siegstr. 15, 47051 Duisburg, Tel.: 0203/31773-92, Fax: 0203/31773-93, post@rls-nrw.de, Infos: www.rls-nrw.de Arbeitsplatz Bildung 21.2.2008, 9.30-17.00 Uhr, Universität Duisburg-Essen, Universitätsstraße 2, Kongress zum Thema Wandel und neue Anforderungen an Arbeitsplätze im Bildungsbereich: Vereinzelung und Teamarbeit, Prekarisierung und Professionalisierung, Privatisierung und Bildung für alle. Veranstalter: GEW, DGB, Uni Duisburg-Essen. Programm mit Anmeldung: www.gew-nrw.de Eine andere Perspektive auf 1968 22.-23.2.2008, 9.30 Uhr, Bremen, Uni, Zentralbereich, Gebäude GW 2, Raum B 2900, Veranstaltung der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Jahr 1968 aus der Perspektive der Gesellschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Infos: www.stiftung-sozialgeschichte.de Partei und/oder soziale Bewegung 23.2.2008, 11-17 Uhr, Falkenheim Gerresheim, Unter den Eichen 62a, Düsseldorf, Tagesseminar zur Geschichte emanzipatorischer Bewegungen und deren Verhältnis zu linken Parteien sowie zu aktuellen Streitfragen, z.B. Regierungsbeteiligung linker Parteien. Referentin: Cornelia Hildebrandt (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin). Veranstalter: Attac Düsseldorf und Rosa-Luxemburg-Club Düsseldorf. Anmeldung: Thomas Eberhard-Köster, Tel. 0211-9293710. Handlungsbedarf der Gewerkschaften 23.2.2008, 13:00 Uhr, Köln, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Praxisseminar von Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Rosa-Luxemburg-Club Köln zum betrieblichen und regionalen Handlungsbedarf der Gewerkschaften. Angesprochen sind betriebliche und gewerkschaftliche Akteure, die nicht mehr die gegenwärtige Umverteilung des gesellschaftlich erzeugten Reichtums auf Kosten der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer hinnehmen wollen. Ziel des Seminars soll es zunächst sein, die entscheidenden Problemstellungen, übergreifende Zusammenhänge und gewerkschaftliche Aktionsmöglichkeiten zu identifizieren. Anmeldung an: a.link-wilden@netcologne.de oder poehlke@t-online.de
Ingo Schmidt (Hrsg.) Udo Ludwig/Klaus Steinitz/Karl Georg Zinn u.a. Josef Held/Seddik Bibouche/Gerhard Dinger/Gudrun Merkle/Carolin Schork/Laura Wilms Wolfgang Hien u.a. Sven Giegold/Dagmar Embshoff (Hrsg.)
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