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Fahnenaktion "Frei leben – ohne Gewalt"

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DGB fordert vom Land mehr Engagement gegen Armut

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Ratgeber, Broschüren und Unterrichtsmaterialien



31. Januar 2008
Events, Termine, Neu im Programm, WIr liefern aus

VSA: Newsletter 02.2008


Events



Aus berufenen neoliberalen Mündern

Angesichts der internationalen Turbulenzen glaubt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nicht mehr an die "Selbstheilungskraft der Finanzmärkte". Die Regierungen müssten Einfluss nehmen auf die Märkte. Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter fordert eine "Neuordnung und eine Neubesinnung auch bei den Regulatoren der Finanzmärkte", deren Turbulenzen nicht vor Ende 2009 zu Ende sein werden. Unsere Autoren (Joachim Bischoff, Jörg Huffschmid u.a.) sagen das schon länger, zuletzt Trevor Evans in seinem Beitrag "Die internationalen finanziellen Turbulenzen" im soeben erschienenen "EuroMemo 2007".



Was die Linke nicht liest

Am 14. März 2008 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen "Blick in die Programme der linken Verlage in Deutschland". Der Beitrag von Volker Breidecker unter dem Titel "Was liest die Linkspartei?" lässt an denunziatorischen Unterstellungen nichts aus, enthält zu der im Titel gestellten Frage allerdings so gut wie keine Informationen. Über die Arbeit des VSA-Verlags erfährt man, dass er "dereinst spezialisiert war auf die Publikation seminarmarxistischer Studien des SEW [Westberliner Ableger der DDR-Staatspartei SED]-nahen 'Projekts Klassenanalyse' an der Freien Universität Berlin". Daran ist nur richtig, dass die Bücher des Projekts Klassenanalyse bei VSA erschienen sind und dass sich der Verlag seit seinen Anfängen darum bemüht hat, zu einer Wiederbelebung marxistischer Streit- und Theoriekultur jenseits von "marxistisch-leninistischen" Gewissheiten und sozialdemokratischen Geschichtsklitterungen beizutragen. Darum bemühen wir uns bis heute, worüber die LeserInnen der Süddeuschen Zeitung allerdings nichts erfahren. An einem weiteren Punkt geben wir Volker Breidecker Recht: die "zahllosen linken Verlagsgründungen in den Jahren nach 1968 [waren] die unmittelbare Auswirkung nicht nur einer wirklichen Bewegung, sondern auch einer permanenten ... Erregungs- und Mobilisierungsbereitschaft, die sich auf alle Teile des Alltagsleben ausdehnte." Heute stellt sich dem Zeitgeist-Feuilletonisten ernsthaftes politisch-publistisches Engagement natürlich nurmehr als "stressfördernder Bewegungstrieb" dar. Da ist ihm nicht zu helfen.



"Marxisten bejubeln neue Orthodoxie"

Denunziation sorgfältiger Analysen und politisch-publizistischer Anstrengung ist nicht das Alleinstellungsmerkmal bundesdeutscher Feuilletonisten. Auch George Walden, ehemaliger britischer Diplomat und Parlamentsmitglied für die Konservativen, bedient in "Bloomberg News" vor allem Vorurteile: "Lieferanten linker Orthodoxien tragen schwere Stiefel, und man hört, wie sie näherkommen. Mit 'Adam Smith in Beijing' hat Giovanni Arrighi, Soziologieprofessor an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, ein Buch geschrieben, das, wie ich fürchte, die neue Orthodoxie bezüglich Chinas werden könnte." Wir hoffen eher, dass sich möglichst viele LeserInnen bald ein genaueres Bild von Arrighis Buch machen. Hier vorerst eine weitere Kostprobe der konservativen Häme: "Arrighi ist einer dieser altmodischen europäischen Marxisten, die offensichtlich durch Amerika verstört werden. Der Gedanke an all diese Yanks, die ihren Vorstadtrasen mähen, macht ihn verrückt. Manchmal kann er einem fast leid tun. Es ist etwas Pathologisches an seiner Abscheu und etwas Rührendes an einem alternden Revolutionär, der für sein neues post-sowjetisches Arkadien wirbt."



In der Hamburgischen Bürgerschaft

Unser langjähriger Verlagskollege und Autor zahlreicher VSA-Bücher, Joachim Bischoff, ist seit dem 12.3.2008 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Er hat für die Partei DIE LINKE ein Direktmandat im Wahlkreis 1 in Hamburg-Mitte gewonnen. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen eine erfolgreiche Arbeit im Interesse der Menschen in Hamburg und speziell in unserem Stadtteil St. Georg. Die Berliner Zeitung hat sein bisheriges Engagement so charakterisiert: "Joachim Bischoff ist so etwas wie der Prototyp des kampferprobten, alten Linken aus dem Westen Deutschlands. Er hat die Studentenbewegung und ein Berufsverbot hinter sich. Er gibt seit 35 Jahren eine Zeitschrift heraus, die 'Sozialismus' heißt." Soviel noch zum Thema "Mobilisierungsbereitschaft"...



Peter von Oertzen (2.9.1924-16.3.2008)

Am 16. März ist in Hannover nach langer schwerer Krankheit Peter von Oertzen verstorben. Er war, bis zu seinem Austritt im März 2005, 59 Jahre lang Mitglied der SPD, einige Jahre niedersächsischer Kultusminister und Programm-Vordenker der SPD in der Tradition des Demokratischen Sozialismus. Zu seinen programmatisch richtungsweisenden Texten gehörte u.a. der Beitrag "Für einen neuen Reformismus", den er in dem gleichnamigen Buch 1984 im VSA-Verlag veröffentlichte. Eine knappe Würdigung seines politischen Wirkens hat die Redaktion Sozialismus auf ihrer Website vorgenommen, einer ausführlichen Auseinandersetzung mit seinem politischen und wissenschaftlichen Engagement wird sich Michael Buckmiller in Heft 4-2008 der Zeitschrift widmen.





Termine




Alternativen-Kongress

3.4.-6.4.2008, Forum Stadtpark, Graz. Inspiriert durch das ambitionierte Buchprojekt "ABC der Alternativen" sowie das aktuelle Erblühen einer Vielzahl praktisch-sozialkritischer empanzipatorischer Initiativen in Graz ist es die Intention des Kongresses, den Mythos "Alternativlosigkeit" durch die Sichtbarmachung einer Multitude alternativer Weltsichten, Organisationsformen und Handlungsweisen entschlossen und überzeugend zu widerlegen. U.a. mit Joachim Hirsch, Bettina Löch, Ulrich Brand, Achim Brunnengräber, Silkve Veth, Robert Foltin und Martin Birkner, Nicola Sekler, Stefan Thimmel, Ines Aftenberger, Kamdem Mou Poh à Horn, Melanie Berner, Ali Özbas. Ohne Anmeldung, kostenlos. Infos: www.alternativen-kongress.org



Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeit und die Folgen

12.4.2008, 10:00 Uhr, Berlin, Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, Workshop von Helle Panke und WISSENTransfer zur "Zerklüftung der Arbeitsgesellschaft im Finanzmarktkapitalismus". Verschiedene Formen der industriellen Reservearmee, Prekarisierung, neue Formen selbständiger Arbeit und eine zunehmende Vermarktlichung und Entgrenzung gerade auch der Arbeitsprozesse von Professionals, schließlich Individualisierungs- und Subjektivierungsprozesse werfen erneut die Frage nach sozialen Trägern und Widerstandsformen gewerkschaftlicher und linker Politik auf. www.wissentransfer.info



TATA statt TINA – weitere Lesungen zum ABC der Alternativen

17.4.2008, 20:00 Uhr in der Frieda, Friedrichstr. 23 in 18055 Rostock. Einer der MitherausgeberInnen, Stefan Thimmel, und die Autorinnen Silke Veth und Viviana Uriona stellen das "ABC der Alternativen" vor und zur Diskussion. Eine gemeinsame Veranstaltung der "Rosa-Luxemburg-Stiftung. Forum für politische und interkulturelle Bildung MV e.V." mit "Soziale Bildung e.V." und "Attac Rostock".

18.4.2008, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Köln. Eine Veranstaltung mit Christa Wichterich, Malte Mayer, Peter Scheiffele, Ralf Ptak, Susanne Spindler, Tim Engartner, Gerhard Klas, Oliver Pye, moderiert von Mit-Herausgeberin Bettina Lösch.



Konjunkturzyklus und Überakkumulation

18.4.2008, 18 Uhr, Uni Hamburg, Department Wirtschaft und Politik (ehem. HWP), Von-Melle-Park 9, Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Bildungswerkes in Kooperation mit PRAG – Profitratenanalysegruppe, Vortrag und Diskussion mit Stephan Krüger, Ökonom und Buchautor aus Berlin, über die Triebkräfte der gegenwärtigen ökonomischen Entwicklung und die Frage, ob sich die Konjunkturzyklen in der Geschichte der Bundesrepublik von 1950 bis heute in die längerfristigen Entwicklungstendenzen der Kapitalakkumulation einordnen lassen, Infos: www.rosa-luxemburg-bildungswerk.de



1968 – Die letzte Schlacht gewinnen wir

2.-4.5.2008, Berlin, Kongress des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes DIE LINKE.SDS. Das Programm des Kongresses, zu dem 700-1.000 TeilnehmerInnen erwartet werden, wird laufend aktualisiert. Die Redaktion Sozialismus und WISSENTransfer gehören zu den UnterstützerInnen des Kongresses. Infos: www.1968kongress.de




Wir liefern aus



Sven Giegold/Dagmar Embshoff (Hrsg.)
Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus
In Kooperation mit der "Bewegungsakademie" und der "tageszeitung"
240 Seiten; EUR 12.80; sFr 23.00; ISBN 978-3-89965-227-7


Dieses schon lange angekündigte, jetzt endlich lieferbare Buch ist aus dem größten progressiven politischen Kongress des Jahres 2006 hervorgegangen. Dort wurde die Frage gestellt "Wie wollen wir wirtschaften?" und der bereits bestehende Sektor der Solidarischen Ökonomie sichtbar gemacht. Die AutorInnen liefern eine Fundgrube spannender Ideen und Konzepte von der "alten" Genossenschaftsbewegung bis zu den heutigen internationalen Bewegungen selbstorganisierter ökonomischer Alternativen. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, die Idee Solidarischer Ökonomie weiterzutragen und zu stärken.


Miren Etxezarreta/Trevor Evans/Jörg Huffschmid/Anne Karrass/F.O. Wolf u.a.
EuroMemo 2007
Herausgegeben von der Europäischen Memorandum-Gruppe
214 Seiten; EUR 16.50; sFr 28.90; ISBN 978-3-89965-289-5


Helga Schwitzer/Christiane Wilke/Mechthild Kopel (Hrsg.)
aktiv – kompetent – mittendrin
Frauenbilder in der Welt der Arbeit
272 Seiten; EUR 14.80; sFr 26.00; ISBN 978-3-89965-275-8


Heinz-Hermann Krüger/Udo Schmode (Hrsg.)
Fremd im eigenen Land?
Erkundungen in den Zonen der Verwundbarkeit
Xenos – Berichte aus der Praxis
208 Seiten; EUR 12.80; sFr 23.00; ISBN 978-3-89965-218-5


Ingo Schmidt (Hrsg.)
Spielarten des Neoliberalismus
USA, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Italien, Indien, China, Südkorea, Japan
272 Seiten; EUR 19.80; sFr 31.00; ISBN 978-3-89965-262-8



 



Weitere News zu den soeben ausgelieferten Büchern, einen neu in das Programm aufgenommenen Titel sowie aktuelle Besprechungen gibt es wie immer auf
www.vsa-verlag.de





   
   
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