Januar
2006
Die Eigenverantwortliche
Schule ist unverantwortlich!!!!
Bietet die Eigenverantwortliche Schule mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten?
NEIN – Die Gesamtkonferenz wird als Beschlussgremium weitgehend
abgeschafft!
Erhält die Eigenverantwortliche Schule mehr pädagogischen Gestaltungsspielraum?
NEIN – Dies verhindern eng gefasste Rahmenbedingungen
und Erlasse!
Verbessert sich in der Eigenverantwortlichen Schule die finanzielle und personelle
Ausstattung?
NEIN – Sie ist Teil eines Sparkonzeptes!
Verbessern sich in der Eigenverantwortlichen Schule die Arbeitsbedingungen für
die Beschäftigten?
NEIN – Schulleitungen und Lehrkräfte werden
mit zusätzlicher Verwaltungsarbeit belastet! Billige
Arbeitskräfte schonen das knappe Budget!
Werden Schülerinnen und Schüler in der Eigenverantwortlichen Schule
besser individuell gefördert?
NEIN – „Teaching to the Test“ wird zum Prinzip!
Führt die Eigenverantwortliche Schule zu mehr Chancengleichheit?
NEIN – Auslese wird verstärkt!
Werden in der Eigenverantwortlichen Schule regionale Unterschiede ausgeglichen?
NEIN – Schulen konkurrieren!
Die Eigenverantwortliche Schule ist ein weiterer Schritt in die Privatisierung
des Bildungswesens.
› Die Bildungsstandards als Leistungsstandards,
Vergleichs- und Abschlussarbeiten, führen zum Wettbewerb zwischen Schulen
› Die Übertragung der Dienstvorgesetztenfunktion auf Schulleiterinnen und
Schulleiter und die weitgehende Abschaffung der Gesamtkonferenz als Beschlussgremium
schränken
die demokratischen Mitgestaltungsrechte an der Schule ein.
› Das Datenmaterial der Schulen wird in private Hände gegeben.
› Die Fort- und Weiterbildung wird auf kommerzielle Unternehmen übertragen.
› Die Schulinspektion ohne Beratung und Unterstützung,der Leistungsdruck
und „Teaching to the Test“ lassen keinen Raum für individuelle
Förderung
und verstärken die Auslese
› Die Konkurrenz lässt Schulen,Schülerinnen und Schülern in sozialen
Brennpunkten und unterentwickelten Regionen keine Chance
› Die Einführung von Globalbudgets bürdet den Schulen die Verantwortung
für Rahmenbedingungen auf, die sie nicht beeinflussen können
› Die Begrenzung des Personalbudgets führt zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen
und zu ungleichen Beschäftigungsverhältnissen. Beschäftigte werden
gegeneinander ausgespielt
› Sponsoring verstärkt die ungleiche Entwicklung und führt in eine
wirtschaftliche Abhängigkeit
› Der Staat zieht sich aus der Verantwortung für den sozialen Ausgleich
zurück.
Die Eigenverantwortliche Schule führt
• weg von einer wirklichen Qualitätsverbesserung,
• weg von pädagogischer Selbstständigkeit,
• weg von Chancengleichheit!
Dagegen setzt die GEW die „Demokratische Schule – eine Schule
für
alle“
Gemeinsamfür wirkliche pädagogische Selbstständigkeit in einer
demokratisch verfassten Schule!
Text ist hier zum
Download verfügbar
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