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Pressemitteilungen
GEW
05.
Juni 2007 An die Regierungschefs der G8-Staaten hat die Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft (GEW) appelliert, der Bildung höhere Priorität
zu geben. „Bildung ist ein wichtiger Schlüssel, um
weltweit Armut, Hunger und Kriege zurück zu drängen.
Bildung ist ein Menschenrecht“, sagte GEW-Vorsitzender
Ulrich Thöne mit Blick auf den G8-Gipfel in Heiligendamm.
Er erinnerte die Regierungschefs an deren Zusagen zur Erreichung
des Bildungsmilleniumziels. Demnach sollen bis 2015 alle Kinder
auf dieser Welt Zugang zumindest zu einer Grundbildung bekommen. „Wenn
wir dieses Ziel tatsächlich erreichen wollen, müssen
gerade die reichen Industrieländer ihre Anstrengungen verstärken
und ihre materiellen Zusagen endlich einhalten.“
Thöne sprach sich dafür aus, weltweit
mehr Geld in die Zukunftsaufgabe Bildung zu stecken. „Dafür
brauchen wir auch ein neues Verständnis des Investitionsbegriffs.
Solange die Weltbank Staaten wie Nicaragua dafür bestraft,
dass sie zusätzliche Mittel in das Bildungssystem
stecken und ihnen den Geldhahn deshalb zudrehen will, läuft
etwas grundsätzlich
falsch. Eine Weltbankpolitik, die Länder für ihre verstärkten
Bemühungen im Bildungswesen weiter in die Schuldenfalle
treibt, gehört
ins Museum“, betonte der GEW-Vorsitzende.
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