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Tarifrunde 2009


30. Januar 2009
Länder-Tariftelegramm

Warnstreiks laufen an


Am 28. Januar haben in vielen Bereichen erste Warnstreiks stattgefunden. Im Organisationsbereich der GEW streikten Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Beschäftigte an Universitäten in NRW und Baden-Württemberg.

In der nächsten Woche wird die GEW ihre Warnstreiks massiv ausdehnen. Die Gewerkschaften sehen nunmehr keine andere Möglichkeit, die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst/Länder von ihrer Blockadehaltung abzubringen. Da die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden nicht einmal ein Angebot vorgelegt haben, sind Warnstreiks die richtige und einzige Antwort. Die GEW fordert acht Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 200 Euro. Eine ordentliche Lohnerhöhung ist mit Blick auf die Wirtschaftskrise ein wichtiger Beitrag, die Binnennachfrage anzukurbeln.

Die GEW fordert aber auch Verbesserungen für Beschäftigte mit akademischer Ausbildung, weil für diese durch den Wechsel in den TV-L ein dramatischer Einkommensabsturz verbunden war.

Warnstreiks und Aktionen finden in der nächsten Woche insbesondere statt in:

Sachsen: 3. Februar mit Schwerpunkten in Dresden, Leipzig und Chemnitz (und Umgebung), 4. Februar flächendeckend in ganz Sachsen. Am 3. Februar spricht GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne in Leipzig.

Mecklenburg-Vorpommern: 3. Februar mit Schwerpunkt in Schwerin, hier spricht GEW-Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ilse Schaad, sowie in Rostock, hier spricht GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke.

Niedersachsen: 3. Februar in Hannover, hier spricht der niedersächsische GEW-Vorsitzende Eberhard Brandt

Nordrhein-Westfalen: 5. Februar in neun Städten

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der GEW bzw. auf denen der GEW-Landesverbände zu finden.

Auch die Beschäftigten an den Hochschulen sind zu Warnstreiks aufgerufen.

Viele Kolleginnen und Kollegen, die dieses Tariftelegramm beziehen, sind (noch) nicht Mitglied der GEW. An diese möchte ich noch einmal appellieren: die Durchsetzungskraft einer Gewerkschaft hängt ausschließlich von ihrer Mitgliederstärke ab. Solidarität ist gut, Mitglied werden ist besser.

Nähere Infos erhalten Sie bei den GEW-Landesverbänden und finden Sie stets aktuell auf der GEW-Website unter: www.gew-tarifrunde.de

Die Warnstreiks werden auch in der übernächsten Woche fortgesetzt und ausgeweitet. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Die dritte und letzte Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften findet am 14./15. Februar in Potsdam statt.



   
   
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