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Tarifpolitik


30. März 2006
4.000 streiken in Osnabrück, der Heimatstadt des Ministerpräsidenten


Gegen die Verlängerung der Arbeitszeit Front machen

 

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung haben am 23. März über 4.000 Beschäftigte des Landes Niedersachsen die Arbeit niedergelegt. Aus vielen Bereichen der Landesverwaltung, aus Straßenmeistereien und Hochschulen waren Streikende nach Osnabrück angereist. Am Streik beteiligten sich seitens der GEW wieder viele pädagogische Mitarbeiter aus Förderschulen, Schulsozialarbeiter und angestellte Lehrkräfte. Zu dem Streiktag hatten die Gewerkschaften GEW und ver.di aufgerufen, um die Arbeitgeber erneut aufzufordern an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

 

Am Streiktag in Osnabrück nahmen auch viele Kolleginnen und Kollegen der GEW teil.
 



Vor den Streikenden sprachen der ver.di - Landesbezirksleiter Wolfgang Denia sowie Rüdiger Heitefaut vom GEW-Landesverband Niedersachsen. Beide Redner riefen die Beschäftigten dazu auf, weiterhin gegen die Verlängerung der Arbeitszeit Front zu machen. Angesichts von über 5 Millionen Arbeitslosen und einem seit Jahren stattfindenden Stellenabbau auch im öffentlichen Dienst sei es unverantwortlich Arbeitszeiten bis zu 42 Stunden zu fordern, wie es Stoiber, Althaus und auch Wulff gefordert hätten. Die Weigerung der Arbeitgeber unter Führung des niedersächsischen Finanzministers Möllring ernsthafte Verhandlungen ohne unannehmbare Vorbedingungen aufzunehmen, könne nur als Versuch gewertet werden, die Gewerkschaften insgesamt schwächen zu wollen.

Rüdiger Heitefaut bei seiner Rede: "Verhandlungsführer Möllring führt keine Verhandlungen."  


„Genauso wenig wie ein Zitronenfalter Zitronen faltet, führt dieser Verhandlungsführer Verhandlungen“, sagte Kollege Heitefaut unter dem Beifall der Streikenden.
Allerdings müsse man auch bedenken, dass Möllring ohne Rückendeckung des Ministerpräsidenten wohl kaum handele. Daher sie es gut und richtig in der Heimatstadt von Wulff zu protestieren.






   
   
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