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10. Dezember 2007
Herzlichen Glückwunsch!

Deutscher Schulpreis 2007 für Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim


GEW fordert Regierung auf, endlich neue Gesamtschulen zuzulassen!

Erster Preisträger des diesjährigen Deutschen Schulpreises ist die Robert-Bosch Gesamtschule in Hildesheim. Bundesbildungsministerin Annette Schavan überreichte den Preis von 50.000 am 10. 12. 2007 im Berliner Hauptstadtstudio des ZDF. Beworben hatten sich mehrere Hundert Schulen aus ganz Deutschland. Aus Niedersachsen waren auch die IGS List Hannover und die Laagberg-Grundschule Wolfsburg nominiert. 2006 hatte bereits die IGS Franzsches Feld aus Braunschweig einen der 5 Preise gewonnen. Der niedersächsische Kultusminister Busemann gratulierte der Hildesheimer IGS bei dieser Feier, die live im Sender Phoenix übertragen wurde.


 

"Sie ist ein beeindruckendes und vorbildliches Beispiel für die Innovationskraft deutscher Schulen", so die Geschäftsführerin der Bosch-Stiftung, Ingrid Hamm, über den ersten Preisträger.
 


Die prominent besetzte Jury legt für die Auswahlentscheidung ein umfassendes Bildungsverständnis zu Grunde. Neben der Leistung zählt dazu der Umgang mit Vielfalt, die Unterrichtsqualität, das Verantwortung als Bildungsziel, das Schulklima mit einem interessanten Schulleben und der regelmäßigen Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Das Kriterium, ob die Schule sich als lebende Institution versteht und Konzepte der systematischen pädagogischen Schulentwicklung umsetzt, war durchaus maßgeblich dafür, dass die Robert-Bosch-Gesamtschule den ersten Preis gewonnen hat.

Auf die Preisträgerschulen kommt einige Arbeit zu. Diese Erfahrung konnte bereits die IGS Franzsches Feld machen. Ihre Aufgabe ist es nämlich ihre vorbildlichen Erfahrungen, Konzepte und Materialien anderen Schulen in Niedersachsen und ganz Deutschland zur Verfügung zu stellen. Sie werden dabei durch die Akademie des Deutschen Schulpreises unterstützt, erhalten für ihre eigene Entwicklung aber auch zusätzliche Hilfen.

Der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt appelliert an Kultusminister Busemann: “Stellen Sie sich der Vorbildwirkung der Gesamtschulen nicht länger in den Weg und machen Sie endlich Ernst mit der Zusage, dass in Niedersachsen zum 1. 8 . 2008 neue Gesamtschulen gegründet werden können.” Es sei ein Skandal, dass im Jahre 2006 der IGS Göttingen vom MK verboten wurde, als Vorbildschule in Niedersachsen zu wirken. Es sei ebenfalls skandalös, dass in diesem Schuljahr 40 Prozent der angemeldeten Kinder keinen Platz an den Gesamtschulen fanden, weil die Schulträger keine neuen Gesamtschulen einrichten durften. In weiten Teilen des Landes suchten die Eltern vergeblich eine Gesamtschule. “Jedes Kind in Niedersachsen muss das Recht haben, eine Gesamtschule zu besuchen.”


  Karikatur von Ernst Schröder
     

Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Heidehof-Stiftung und in Kooperation mit Stern und ZDF verliehen.

 




 

 

 






   
   
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