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Pressemitteilungen
GEW
11.
Mai 2007
33.590 unversorgte Bewerber in Niedersachsen wies die Bundesagentur für Arbeit im März 2007 nach, 2.421 mehr als im Vorjahr. Damit wurden 7,4% weniger Ausbildungsplätze als im Vorjahr zur Verfügung gestellt. Ministerpräsident Wulff feiert dennoch seinen „Ausbildungspakt“ als Erfolg. „Wulff verhöhnt damit die Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die sich berechtigte Sorgen um ihre Zukunft machen und stiehlt sich aus der Verantwortung“, erklärte der GEW -Vorsitzende Eberhard Brandt auf der Kundgebung am Landtag. Der Hauptschulexperte der GEW, Michael Strohschein, forderte von der Bundesregierung, ihre Blockade gegen eine Umlagefinanzierung für einen Ausbildungsfond aufzugeben. Nur noch ein Viertel aller Betriebe bilde aus und trage die Lasten der Ausbildung. Frank Ahrens (DGB-Jugend) forderte von der Landesregierung 4.000 Ausbildungsplätze, die als befristete Notmaßnahme überbetrieblich eingerichtet werden müssen. Ausbildungsplätze jetzt! Auf der Bühne interviewte der Moderator Andreas Kuhnt Schulabgängerinnen,
die sich selbstbewusst und reflektiert zu ihrer Lage als Ausbildungsplatzsuchende äußerten,
ferner Jugendvertreter und Betriebsratsmitglieder verschiedener
Branchen sowie Frank Ahrens (DGB) und Eberhard Brandt (GEW).
Die Samba-Gruppe des Schulzentrums Lehrte, die Hiphopper Fishman
und die indie pop Gruppe Snafus sorgten für Unterhaltung.
Auf Spraywänden, einer Bodenzeitung und mit Fotoaktionen
konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Ansichten
zur Jugendarbeitslosigkeit darstellen. Die Veranstaltung war
umrahmt von Informationsständen der Gewerkschaftsjugend
von verschiedenen Einzelgewerkschaften. Hier konnten die Jugendlichen
ins Gespräch mit Auszubildenden kommen. Produkte von Schülerfirmen
verschiedener Hauptschulen zeigten deren enormes Engagement und
beeindruckende pädagogische Arbeit der Hauptschülerinnen
und ihrer Lehrer.
Die Landesschulbehörde hatte versucht, Lehrerinnen und
Lehrer von der Beteiligung an de Aktion abzuschrecken. Durch
diese Einschüchterung waren 400 gemeldete Teilnehmer kurzfristig
abgesprungen. „Dies Verhalten der Behörde ist undemokratisch.
Eigenverantwortliche Schulen müssen über die Lernorte
ihrer Schüler selbständig entscheiden können.“ kritisierte
der DGB-Funktionär Frank Ahrens.
siehe auch: Bildergalerie
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