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Pressemitteilungen GEW


15. März 2008
GEW, DGB und Universität Duisburg-Essen planen Kongress: „Arbeitsplatz Bildung“

Bildungsberichterstatter Munoz spricht vor Bildungsarbeitern



Ein knappes Jahr nach Veröffentlichung seines aufsehenerregenden Berichts kommt Vernor Munoz Villalobos, Inspektor der UN-Menschenrechtskommission und amtierender Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, zurück nach Deutschland. Der Rechtsanwalt und Pädagoge aus Costa Rica spricht vor den Teilnehmern des Kongresses „Arbeitsplatz Bildung“. Zu diesem Kongress, den die GEW in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und dem DGB am 21. Februar auf dem Essener Campus durchführt, werden über 500 Lehrer, Erzieherinnen, Pädagogen und Wissenschaftler erwartet.

„Bildung ist der Schlüssel zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung“, erklärte heute GEWLandesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber und freut sich, dass der UN-Sonderberichterstatter kurzfristig seine Teilnahme auf dem Arbeitsplatzkongress zugesagt hat. „Munoz hat die Defizite des deutschen Bildungssystems – wie die frühe Trennung in einem stark gegliederten Schulsystem und die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund – schonungslos aufgedeckt. Wir wollen mit ihm diskutieren, wie gute Bildung und gute Arbeit in NRW zusammen gehen.“
Mit Spannung erwartet wird auch das Referat der Direktorin des Wissenschaftszentrums Berlin, Prof. Dr. Jutta Allmendinger, zum Thema „Arbeit und Bildung im 21. Jahrhundert“. Die namhafte Soziologin, ehemalige Leiterin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, gehört zu den exponierten Kritikern der deutschen Bildungslandschaft und hat sich in den letzten Jahren auch für mehr Bildungsgerechtigkeit und nachhaltige Bildungsreformen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Deutschland eingesetzt.

„Bildung ist zur Schlüsselbranche für die wirtschaftliche Entwicklung geworden“, ist sich GEW-Chef Meyer-Lauber sicher. „Deshalb werden immer mehr Menschen professionell bilden und ausbilden, erziehen und forschen.“ Für die GEW sei die Gestaltung ihrer Arbeit entscheidend. Professionalität und notwendige Modernisierung müssen sich, dafür setze sich die GEW ein, in tariflichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen entfalten. Meyer-Lauber abschließend: „Die Wertschätzung der Arbeit in der Bildung ist für uns ein wichtiger Bezugspunkt. Das gesellschaftliche


Ansehen dieser Branche entspricht noch nicht ihrer wirklichen Bedeutung.“ Informationen zum Kongress „Arbeitsplatz Bildung“:
http://www.gew-nrw.de/gewerkschaft/gew_aktiv/veranstaltungen/gew_aktiv_kongress_2008.cfm



   
   
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