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Archiv
Juni 2006
Stellungnahme des GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne zur aktuellen
Diskussion um die Nationalhymne
Ulrich Thöne bedauert Missverständnis und räumt Fehler ein
- Der hessische GEW-Landesverband hat zur Fußball-WM eine Broschüre
aus dem Jahr 1989 neu aufgelegt. Der Titel: „Argumente gegen das
Deutschlandlied“. Damals schien es möglich, dass für
das vereinte Deutschland eine neue, zukunftsweisende Hymne gefunden werden
könnte. Ich habe gemeinsam mit dem hessischen Landesvorsitzenden
Jochen Nagel das Vorwort zu dieser Neuauflage geschrieben. Mit dem Vorwort
wollten wir einen Beitrag zu einer kritischen Diskussion über die
Nationalhymne leisten. Das hat bei vielen Menschen leider den Eindruck
erweckt, die GEW wolle den Fans die Fußball-WM vermiesen oder spreche
sich gar aktuell für ein Verbot oder die Abschaffung der Nationalhymne
aus. Wir bedauern diesen Fehler und entschuldigen uns bei allen - vor
allem den Pädagoginnen und Pädagogen - für den ihnen
entstandenen Schaden.
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GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne |
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- Bereits im Vorfeld der Fußball-WM hatte die GEW in einer Presseerklärung
am 7. Juni 2006 zum Engagement aller demokratischen Organisationen aufgerufen,
um die Weltmeisterschaft zu einem weltoffenen und gastfreundlichen Ereignis
zu machen. Rechtsradikale Störer sollten keine Plattform für
ihre dumpfen Parolen bekommen. Dieser Wunsch aller Demokraten ist bisher
in hervorragender Weise erreicht worden. Das Motto „Die Welt zu
Gast bei Freunden“ wurde von den friedlichen Fans vorbildlich mit
Leben erfüllt. Wenn heute junge Fußballfans die Nationalhymne
singen, tun sie das aus Lebensfreude und zur Unterstützung der
deutschen Mannschaft.
- Diese Klarstellung konnte leider erst jetzt erfolgen, da ich mich
bis gestern auf einem lange vorbereiteten Besuch bei der israelischen
Partnergewerkschaft der GEW befunden habe. Zur Klarstellung gehört auch, dass diese
Broschüre nicht an die Schulen, sondern vom Landesverband der
GEW Hessen an seine Vertrauensleute geschickt wurde.
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