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25. Juli 2007
Gewerkschaft macht sich für Menschenrecht auf Bildung stark

GEW: „Bundespräsident soll sich mit Muñoz -Bericht beschäftigen“

Die GEW hat vorgeschlagen, dass sich Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bericht des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muñoz beschäftigen solle. „Mit unserem Vorschlag verbinden wir die Hoffnung, dass die Muñoz-Aussagen endlich von offizieller Seite angemessen gewürdigt und aufgegriffen werden. Dies gilt insbesondere nach der bemerkenswerten Rede, die der Bundespräsident während des 5. Weltkongresses der BildungsInternationale in Berlin gehalten hat. Die bisherigen abwehrenden Reaktionen lassen Zweifel aufkommen, dass die Bundesregierung eine substantielle schriftliche Stellungnahme abgeben wird“, sagte GEW-Vize Marianne Demmer anlässlich der Veranstaltung „Menschenrecht auf Bildung“ im Berliner Wissenschaftszentrum.

„Wir brauchen eine Debatte ohne Tabus über die Barrieren im deutschen Bildungssystem, die die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung verhindern. Insbesondere Migranten, Flüchtlinge, junge Menschen aus sozial schwachen Familien sowie Behinderte werden benachteiligt.“ Bildungs- und Lebenschancen der Menschen seien sehr ungleich verteilt. Die soziale Herkunft entscheide noch immer über die Zukunft junger Menschen. „Muñoz hat den Finger in die Wunde gelegt und die entscheidenden Schwachpunkte des deutschen Bildungssystems aufgezeigt. Jetzt müssen wir die Konsequenzen ziehen“, sagte Demmer. Sie machte sich dafür stark, dass alle Mädchen und Jungen mindestens bis zur zehnten Klasse gemeinsam in der „Eine(n) Schule für alle Kinder“ lernen sollten.

„Die frühe Aufteilung der Schüler in verschiedene Schulformen verstößt im Sinne der UN-Kinderrechte gegen das Kindeswohl. Wir brauchen ein Bildungssystem, das alle Menschen wertschätzt und individuell fördert – statt sie unter permanenten Auslesedruck zu setzen“, unterstrich Demmer.



 

 

 






   
   
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