29.
Juni 2005
Aktion gegen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)
230 Landesbeschäftigte im ganztägigen Streik
Mit dem heutigen (29.06.05) ganztägigen Streik von 230 Landesbeschäftigten
in der Region Hannover-Hameln setzten die Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre
Aktionen gegen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fort.
Die Beschäftigten von 12 Autobahn- und Straßenmeistereien,
der Straßenbauämter sowie Pädagogen von Förderschulen
aus der Region demonstrierten vor dem Tagungshotel Hennies in Altwarmbüchen.
Sie forderten dort Ministerpräsident Christian Wulff auf, die
Tarifreform des öffentlichen Dienstes auf die Landesbeschäftigten
zu übertragen, die beschlossene Arbeitszeitverlängerung
zurückzunehmen und das Weihnachts- und Urlaubsgeld auch weiterhin
zu zahlen.
Der Vorsitzende des ver.di-Landesvorstandes, Jürgen Hohmann,
sagte: „Wenn sich der Ministerpräsident einerseits für
die Beteiligung und Motivation von Mitarbeitern ausspricht, dann kann
er ihnen andererseits nicht wie in Niedersachsen mit betriebsbedingten
Kündigungen drohen. Wir wollen, dass das Land Niedersachsen sich
nicht länger weigert, den mit Bund und Kommunen vereinbarten
Tarifvertrag zu übernehmen. Mit dieser Blockadehaltung muss endlich
Schluss sein.“
Nach Abschluss der Kundgebung versammelten sich die Streikenden im
Streiklokal in den ver.di-Höfen in Hannover. Hier informierten
sie sich über die von der Landesregierung beabsichtigte Kommunalisierung
und Privatisierung niedersächsischer Straßenmeistereien
sowie über die Möglichkeit der tariflichen Absicherung von
Beschäftigten.