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Hochschule / Lehrerausbildung


25. Juli 2007
Kritische Bilanz der Hochschulgesetznovelle gezogen

DGB kritisiert Hochschulpolitik nach Gutsherrenart



In einem Offenen Brief an den Wissenschaftsminister Lutz Stratmann haben Wissenschaftler eine kritische Bilanz des novellierten niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) gezogen. Christoph Kusche, Sprecher des Hochschulpolitischen Arbeitskreises beim DGB Niedersachsen kritisierte, dass mit der NHG-Novellierung die Rechte der Gremien beschnitten und die Präsidien mit zunehmend absoluter Macht ausgestattet worden sind. Damit propagiere der Minister größere Effizienz, tatsächlich aber werde dadurch demokratische Mitbestimmung an den Universitäten behindert, die Qualität von Lehre und Forschung und die Initiative der Mitarbeiter leide.

Christoph Kusche: "Kostspielige Prestige-Professuren werden errichtet und dafür Stellen geopfert, die für die vom Arbeitsmarkt geforderte breit angelegte Fachqualifikation gebraucht werden." Michael Vester, Sprecher des Forschungspolitischen Arbeitskreises, sagte: "Im Wettkampf um vermeintliche Excellenzen und Leuchttürme werden einzelne renommierte Fächer geopfert. Schwerpunkte wie Bereiche der Sozialwissenschaften in Hannover, die mit erheblichen Landesmitteln aufgebaut worden sind, sollen wieder abgebaut werden, obwohl sie überregional und international anerkannt sind. Beide wiesen darauf hin, dass es in Deutschland einen deutlichen Akademikermangel gibt und stellten fest: "Das Land tut nichts dafür, eine breite Ausbildung mit mehr Qualität zu garantieren."


Im Hochschul- und forschungspolitischen Arbeitskreis des DGB Niedersachsen sind Wissenschaftler, Studierende und Gewerkschafter vertreten.

 

 

   
   
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