August 2006
DGB fordert Niedersachsen auf, wählerisch zu sein
Zahlreiche Veranstaltungen zur Kommunalwahl 2006
Unter dem Motto „Wählerisch Sein!“ mischt sich der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB) mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in den niedersächsischen
Kommunalwahlkampf ein. Auch per Postkarte und Flyer fordert der DGB die Niedersachsen
auf, wählerisch zu sein. Die DGB-Orts- Kreis- und Stadtverbände führen
nicht nur Diskussionsrunden mit Kandidatinnen und Kandidaten durch, sondern auch
vielfältige Aktionen in den Gemeinden. DGB-Landeschef Hartmut Tölle
sagte: „Wir wollen mit unseren Aktivitäten dazu beitragen, dass möglichst
viele Menschen im September zur Wahl gehen. Außerdem fordern wir die Wählerinnen
und Wähler auf, die Wahlprogramme genau unter die Lupe zu nehmen.“
Im Zentrum der Forderungen des DGB steht die Sicherung und Schaffung von Arbeits-
und Ausbildungsplätzen in den Kommunen, die erfolgreiche Integration von
Arbeitslosen und der verantwortliche Umgang mit den kommunalen Finanzen. Darüber
hinaus engagieren sich die Gewerkschaften für die Gleichstellung von Männern
und Frauen, eine gute und vielfältige Schulversorgung sowie die Förderung
von Jugendlichen. Hartmut Tölle sagte: „Mit unseren Argumenten wollen
wir die Wahlberechtigten unterstützen, Kandidaten auf ihre Arbeitnehmerfreundlichkeit
zu überprüfen.“
Mit Bezug auf zunehmende Aktivitäten rechtsextremer Parteien in Niedersachsen
sagte Hartmut Tölle: „Wir fordern, dass Kommunalpolitiker aller Couleur
jeder Form von Intoleranz und Diskriminierung eindeutig entgegentreten und Initiativen
gegen Rechts und für Demokratie und Toleranz unterstützen. Wählbar
ist nur, wer sich gegenüber Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in
aller Konsequenz abgrenzt.“
Der DGB-Ortsverband Lehrte plant, bei seinen Aktionen Ende August Eltern auf
die bildungspolitischen Forderungen des DGB aufmerksam zu machen. Bei einer Podiumsdiskussion
Anfang September stellen sich die Kandidaten für die Region Hannover der
Diskussion mit Gewerkschaftern. Reinhard Nold, DGB-Vorsitzender in Lehrte, sagte: “Vor
Ort steht die Frage im Mittelpunkt, wie Arbeitsplätze geschaffen und erhalten
werden können. Priorität haben dabei für uns Gewerkschaften ganz
klar sozialversicherungspflichtige und tarifvertraglich abgesicherte Tätigkeiten.
Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen fordern wir deshalb, dass
Sozial- und Umweltstandards sowie gültige Tarifverträge eingehalten
werden. Kurzfristig auf Billig zu setzen ist kurzsichtig.“
Die Materialien des DGB finden Sie unter www.niedersachsen.dgb.de.