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26. Juli 2007
5. Weltkongress der Bildungsinternationalen in Berlin beendet

Bildung muss weltweit öffentliches Gut sein!


Der 5. Weltkongresses der Bildungsinternationalen (BI) in Berlin bekräftigte die Notwendigkeit einer besseren Bildung für alle Menschen in der Welt und die Stärkung des Pädagogenberufes. Deshalb forderte der Kongress mehr öffentliche Verantwortung für Bildung. Dafür wollen die Gewerkschaften weltweit eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Aufgabe der BI-Mitgliedsgewerkschaften sei jetzt, die Kooperation noch offener und intensiver zu gestalten, um die Durchsetzungsfähigkeit auf globaler Ebene zu stärken. Es gelte, die Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Die deutschen Mitgliedsorganisationen der Bildungsinternationalen, der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Verband Bildung und Erziehung (VBE), werden künftig auch mit Blick auf Europa noch enger zusammen arbeiten. Die Impulse der BI für mehr Bildungsgerechtigkeit seien für die Zusammenarbeit der Bildungsgewerkschaften und Lehrerorganisationen in Deutschland wichtig. Der Weltkongress habe die deutschen Mitglieder der BI in ihrem gemeinsamen Einsatz für hohe Bildungsqualität und bessere Arbeitsbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer, für alle Beschäftigten im Bildungswesen der Bundesrepublik gestärkt. Der 5. Weltkongress tagte vom 22. bis 26. Juli im Berliner Estrel Hotel. 1.700 Delegierte aus allen Kontinenten berieten unter dem Motto „Pädagogen – gemeinsam für eine Bildung von hoher Qualität und sozialer Gerechtigkeit“. Der nächste Weltkongress findet in vier Jahren in Afrika statt.

GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne kündigte eine Kampagne seiner Organisation gegen die fortschreitende Privatisierung des Bildungswesens an. Er machte deutlich, dass nach den Beschlüssen der BI jetzt „Taten folgen müssten“. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Dazu gehört in erster Linie, die Privatisierung des Bildungswesens zurückzudrängen. Sonst sind keine fairen Entwicklungschancen für die Menschen und die Bildungssysteme zu garantieren – das gilt für Deutschland, Europa, weltweit“, sagte Thöne. „Bildung ist öffentliche Daseinsvorsorge. Wir brauchen den weltweiten qualitativen und quantitativen Ausbau des öffentlich verantworteten und finanzierten Bildungswesens.“ Bildung sei nicht nur in Staaten der so genannten Dritten Welt der Schlüssel für eine sinnvolle Lebens perspektive. Sie eröffne den Menschen die Chance, in Ausbildung und Beruf einzusteigen. „Bildung ist das beste Instrument, um Armut, Hunger und Krankheiten vorzubeugen. Sie hilft, Krieg und Terror den Nährboden zu entziehen“, betonte der GEW-Vorsitzende. „Privatisierung bedroht die Qualität von Bildung. Sie ist ein Angriff auf die Chancengleichheit der Menschen. Deregulierung und Liberalisierung verschlechtern die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen. Schulen, die auf dem Aktienmarkt feilgeboten werden, sind das Letzte, was unsere Gesellschaft braucht.“

Info: Alle Informationen zum 5. Weltkongress der Bildungsinternationalen finden Sie im Internet unter: www.ei-ie.org





 

 

 






   
   
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