07. März 2006
Demonstration am 09. März in Berlin-Mitte
Kundgebung der GEW am 9. März 2006 in Berlin
Die GEW ruft alle ihre Mitglieder am 9. März um 14 Uhr zur
Kundgebung vor dem Roten Rathaus in Berlin auf. Wir bitten auch dich:
Schließ dich den Kolleginnen und Kollegen an und fahr mit nach
Berlin!
Warum?
Die GEW setzt sich dafür ein, dass für die Beschäftigten
im öffentlichen Dienst bundesweit einheitliche Beschäftigungsbedingungen
herrschen. Da wo es sie gibt, wollen wir sie verteidigen. Da wo es
sie noch nicht gibt - z. B. zwischen Ost und West - wollen wir sie
erkämpfen. Die Arbeitgeber hingegen wollen die Tarifeinheit
zerschlagen. Sie möchten lieber mit jeder/m einzelnen Arbeitnehmer/in "aushandeln",
was sie verdienen und wie lange sie arbeiten. Jeder/r soll als kleine "ICH-Gewerkschaft" alleine
für seine/ihre Interessen sprechen.
Warum jetzt?
Der öffentliche Dienst geht in einigen Bundesländern schon
in seine fünfte Streikwoche. Am 10. März treffen die Spitzen
der Tarifgemeinschaft deutscher Länder mit den Spitzen der Gewerkschaften
des öffentlichen
Dienstes zu einer entscheidenden Verhandlungsrunde
zusammen.
Warum ruft die GEW zur Kundgebung auf?
Gerade bei den Ländern steht für die GEW-Mitglieder viel
auf dem Spiel: Das Regelwerk des TVöD muss an die besonderen
Bedingungen in den Bildungseinrichtungen angepasst werden. Wer sollte
für die Bedingungen der dort Beschäftigten auf die Straße
gehen, wenn wir es nicht tun?
Warum Berlin?
Zehntausende GEW-Mitglieder sind bundesweit auf zehntausende verschiedene
Bildungseinrichtungen verteilt. Vor Ort scheinen wir einzelne zu
sein. Gemeinsam sind wir viele. Es ist an uns, dies auch nach außen
zu zeigen, indem wir uns an einem Ort versammeln.
"Aber ich muss doch arbeiten..."
Angestellte im Landesdienst sowie kommunale Angestellte in Niedersachsen
und Baden Württemberg können völlig legal, d.h.
ohne rechtliche Konsequenzen, an diesem Tag streiken. Das können
sie auch als einzelne(r) Beschäftigte(r) einer Einrichtung,
die ansonsten nicht im Streik ist. GEW-Mitglieder sind (ebenso
wie ver.di-Mitglieder) von den zuständigen Gremien ihrer Gewerkschaft
zum Streik aufgerufen. Sie stehen damit unter dem rechtlichen Schutz
ihrer Gewerkschaft und haben Anspruch auf Streikgeld.
Und wenn du Beamtin / Beamter bist...
Beamtinnen und Beamte können leider aufgrund der Rechtsprechung
nicht streiken - aber viele von ihnen haben dennoch die Möglichkeit,
einen Tag unterrichtsfrei zu bekommen - als Personalräte, durch
Unterrichtstausch, als Lehrkräfte in der Freistellungsphase
u.s.w. Wir kämpfen
mit unserem Protest auch für eine bundesweit einheitliche Besoldung
und Versorgung. Es geht darum, in wie weit die GEW von den öffentlichen
Arbeitgebern und Dienstherren als Anwalt der Interessen der Beschäftigten
im Bildungswesen Ernst genommen wird. Auch dafür stehen wir
in Berlin auf der Straße.
Und wie komme ich nach Berlin?
Der Transport der Kolleginnen und Kollegen nach Berlin erfolgt per
Bus oder Bahn und wird durch die GEW-Landesverbände organisiert.
Wende dich am besten umgehend an deinen Kreis-, Bezirks- oder Landesverband
oder schau im Internet auf den Seiten deines Landesverbandes nach
den Transportmodalitäten.
Es kommt auf jede/n Einzelne/n an!!
Für den GEW-Hauptvorstand
Ulrich Thöne (GEW-Vorsitzender)
Ilse Schaad (für Tarifpolitik zuständiges Mitglied des
Geschäftsführenden Vorstands der GEW)