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Ratgeber, Broschüren und Unterrichtsmaterialien
11.
September 2009
Original Robert-Bosch-Gesamtschule Schule von unten her verändert Überträgt man die Teamentwicklungsuhr von Wilfried Schley auf die ganze fast vierzigjährige Entwicklung der RBG, dann lassen sich tatsächlich ziemlich gleichmäßig verteilt die Phasen „Forming“, „Storming“, „Norming“ und „Performing“ identifizieren. Gleichwohl bleibt auch in dem jetzt vorliegenden Buch noch nicht ausreichend erklärt, welches die Bedingungen waren (und sind), die dieses hohe Maß an Engagement und Aktivität hervorgebracht und dies als offensichtlichen Arbeitsethos der Schule langfristig stabilisiert haben. Soviel wird allerdings deutlich: Die Schule lebt von der Identifikation der an ihr Beteiligten. Und sie profiliert sich durch das Können und der Professionalität der an ihr tätigen Menschen. Die Schule lebt von der Identifikation der an ihr Beteiligten Organisatorischer wie pädagogischer Kern der Schule sind die Jahrgangsteams (S. 47). Bei ihnen liegt die Zuständigkeit für die vernetzte Projektarbeit, Praxistage und die Implementierung des Methoden-Curriculums. Dort realisierte sich auch als erstes die Idee, kollegiale Unterrichtshospitationen durchzuführen, die längst fester Bestandteil einer Feed-Back-Kultur geworden sind, die auch die Schüler- und Elternschaft sowie Instrumente der Fremdevaluation regelmäßig einbezieht. Die Jahrgangsleiterinnen und -leiter der Eingangs-, Mittel- und Oberstufe bilden Stufenleiterteams, die Stufenleiter sind Mitglieder der kollegialen Schulleitung. Fachbereichs- und Jahrgangsleiter sowie die Kollegiale Schulleitung bilden zusammen das Didaktisch-Pädagogische-Gremium, dem auch Schüler- und Elternvertreter angehören. (S. 29) Likert wäre mit der überlappenden Teamorganisation zufrieden. Wer sich anstecken lassen möchte, findet die Ergebnisse der Robert-Bosch-Gesamtschule und Tipps für die Praxis dokumentiert (S. 15: Methodenlernen, S. 18: Leitbild, S. 26: Teamarbeit in der gymnasialen Oberstufe, S. 36-37: Jahresarbeitspläne, S. 40: Revision der Jahresarbeitspläne, S. 51: Organisation der Kollegialen Hospitation, S. 54-55: Schülerfragebögen, S. 57: Terminplan für das Fachpraktikum im 12. Jahrgang, S. 73: Organisation von Arbeitsgemeinschaften, S. 76: Projektwochenorganisation, S. 82-84: der Soziale Lehrplan der RBG, S. 87: Vereinbarung zur guten Zusammenarbeit, S. 89: Sanktionen bei Regelverstößen, S. 98: Beispiel eines Ganztags-Stundenplans, S. 104-111: Informationen für die Betreuer in den Gruppenstunden – zur Zeit wöchentlich 150 Eltern sowie weitere „Paddys“, also ältere „Schülerpaten“ für die Jüngeren). Starker Viertaktmotor Der zweite und dritte Teil des Buchs handelt vom Lernen und Leben in der Robert-Bosch-Gesamtschule und – exemplarisch für fächerübergreifendes, ganzheitliches Lernen – von der jährlich stattfindenden Sommerschule auf der dänischen Insel Aarö. Die UNESCO-Schule beteiligt sich dort am UNESCO-Ostsee-Projekt. Die Fotos, die zitierten Schüler- und Elternäußerungen und der Text des Autorenteams offenbaren einen entspannten, kooperativen Umgang miteinander, der sicher dadurch begünstigt wird, dass es an der RBG kein Sitzenbleiben gibt. Das allein reicht als Erklärung für die Erfolge der Schule allerdings nicht aus. Entscheidend ist, dass alle das sichere Gefühl haben können, beteiligt zu sein, anerkannt zu werden und Unterstützung für ihre persönliche Entwicklung zu finden. Dazu kommen das Zulassen von Ideen, das Einlassen auf ihre Umsetzung und die Offenheit für Kritik.
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