• Aktuelle Themen
• Tarifrunde 2012
• Änderungen Nds. Beamtengesetz
• Personalratswahlen 2012
• Oberschule
• Neue Termine RSS-Feed

07.02.2012

GEW beschließt Forderungen
für die Tarifrunde 2012


03.02.2012

Ruhegehaltsfähigkeit von Zulagen bei Ämtern mit zeitlicher Be-
grenzung


02.02.2012

EuW 02/2012 ist jetzt exklusiv für Mitglieder verfügbar

27.01.2012

GEW zum 40. Jahrestag des „Radikalenerlasses“

27.01.2012
„Digitalisate“-Suche auf Schulcomputern



      weitere Meldungen lesen


   

 

Gesamtschule in Niedersachsen


06. Mai 2009
Resolution Kreistag Osterholz

Nein zum Turboabitur an den
Gesamtschulen im Landkreis Osterholz


Die Landesregierung plant, dass das Abitur auch an den Gesamtschulen nach 12 Jahren Schulzeit abgelegt werden soll (G 8 Turboabitur). Das Niedersächsische Schulgesetz soll entsprechend geändert werden. Schon ab dem Schuljahr 2010/2011 sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, auch an den Gesamtschulen bereits nach 8 Jahren das Abitur abzulegen. Der Kreistag fordert die Landesregierung auf, die Planungen für das Turboabitur an Gesamtschulen
umgehend zurückzunehmen.

• Dieses Turboabitur ist ein massiver Angriff auf die Grundkonzeption Gesamtschule und wird daher abgelehnt.
• Das pädagogische Konzept der Gesamtschulen im Landkreis Osterholz beinhaltet ein möglichst langes gemeinsames Lernen nach dem Vorbild der in den Pisa-Studien international erfolgreichen Länder.
• Auch vor dem Hintergrund eines ständig steigenden Bedarfes an hochqualifizierten Fachkräften zielt dieses Konzept zu Recht auf eine möglichst hohe Abiturquote bei den Schulabgängern. Nur durch Gesamt- und Ganztagsschulkonzeptionen kann der Einzelne bestmöglich gefördert und zu seinem individuell höchstmöglichen Schulabschluss gebracht werden.
• Durch die Einführung des Turboabiturs wird ein unnötiger Druck auf die SchülerInnen ausgeübt, der zu einer überflüssigen frühzeitigen Auslese und Trennung innerhalb der
Schullaufbahn führt. Hierfür fehlt es an jeder pädagogischen Begründung.
• Das Turboabitur verpflichtet die Schulen, den Lernstoff für potentielle Gymnasiasten bereits in der Mittelstufe zu separieren. Dadurch wird die einzelne Schule in ihrer Organisation gezwungen, die SchülerInnen bereits frühzeitig nach ihrem jeweiligen Leistungsstand zu trennen. Längerer gemeinsamer Unterricht wird unmöglich gemacht. Durch die auf das Abitur ausgerichtete Unterrichtsstrukturierung für nur wenige Schüler kann ein gemeinsames Unterrichten zur Förderung aller Kinder nicht mehr stattfinden.
• In der Folge wird die Anzahl qualifizierter Abschlüsse einschließlich des Abiturs gesenkt werden. Die Erfordernisse der Wirtschaft werden vollständig konterkariert.
• Die Teilnahme am gemeinsamen sozialen Lern- und Reifungsprozess wird den Abituranwärtern nahezu unmöglich gemacht.
• Das frühzeitige Trennen der Kinder schafft die Durchlässigkeit zwischen den Schulzweigen
ab.
• Die betroffenen Eltern haben in den letzten Jahren bewusst Ihre Kinder an die Gesamtschulen
gegeben, um Ihnen die Möglichkeit eines 9-jährigen Abiturs zu eröffnen. Die Einführung des Turboabiturs widerspricht eindeutig dem erklärten Elternwillen.

Beitrag ist hier als PDF verfügbar




 

 

 






   
   
 GEW Niedersachsen   •  Berliner Allee 16   •  30175 Hannover  •  Tel. 0511 - 338040  •  Fax 0511 - 3380446