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Pressemitteilungen GEW


30. November 2009
Stapelfelder Erklärung der Gesamtschulleitungen

Schulgesetz muss geändert werden: Für Gesamtschulen „ohne Wenn und Aber“

Die Direktorinnen und Direktoren der niedersächsischen Gesamtschulen haben bei ihrem November-Treffen in Stapelfeld deutlich gemacht: Ihre Schulen lehnen nach wie vor „die Ein­führung des Abiturs nach 12 Jahren an Gesamtschulen und die Fünfzügigkeit als Gründungs­voraussetzung neuer IGS'n“ ab. Deshalb setzen sie sich für die Änderung des im Sommer 2009 von der CDU/FDP-Koalition beschlossenen Schulgesetzes ein. „Die deutlichen Formulierungen der Stapelfelder Erklärung zeigen, dass es der Kultusministerin nicht gelungen ist, die Gesamt­schulen in ihre Beschwichtigungs-Strategie einzubinden“, erklärte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. Die Ministerin und Abgeordnete der Koalition hätten versucht, durch die Be­rufung von Gesamtschulvertretern in die Arbeitsgruppe des Ministeriums den Eindruck zu erwe­cken, die Verordnungen zur Umsetzung des G8 an Gesamtschulen würden das pädagogische Konzept der Gesamtschulen unbeschädigt lassen.

Dagegen stellten die Gesamtschulleitungen fest: „Die Gesamtschulen verstehen sich als Schule für alle Kinder, in der das längere gemein­same Lernen und das Offenhalten der Schullauf­bahnen konzeptionell verankert sind. Dieses Konzept des gemeinsamen Lernens und die pä­dagogische Grundausrich­tung der Gesamtschulen werden durch die Beschlüsse ausgehöhlt.“
Mit diesen Entscheidungen brüskiere die Landesregierung Zehntausende von Eltern, die für ihre Kinder Plätze an Gesamtschulen nachfragen. Aber sie ignoriere auch die Wünsche kom­munaler Schulträger, die angesichts sinkender Schülerzahlen vor der Aufgabe stehen, ihre Schullandschaft zukunftsfähig zu gestalten, und daher Gründungsinitiativen unterstüt­zen.
„Die Landesregierung soll endlich ihren Frieden mit den Gesamtschulen schließen und sich den Vorstellungen der Eltern und Schulträger nicht länger widersetzen. Wir sind gesprächsbereit, um Lösungen für die künftige Schulentwicklung in Niedersachsen zu finden“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. Im Weigerungsfall sei mit neuen Protestaktionen zu rechnen.




   
Broschüre "Die Arbeit im Schulvorstand"
 
   
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