• Aktuelle Themen
• Tarifrunde 2012
• Änderungen Nds. Beamtengesetz
• Personalratswahlen 2012
• Oberschule
• Neue Termine RSS-Feed

07.02.2012

GEW beschließt Forderungen
für die Tarifrunde 2012


03.02.2012

Ruhegehaltsfähigkeit von Zulagen bei Ämtern mit zeitlicher Be-
grenzung


02.02.2012

EuW 02/2012 ist jetzt exklusiv für Mitglieder verfügbar

27.01.2012

GEW zum 40. Jahrestag des „Radikalenerlasses“

27.01.2012
„Digitalisate“-Suche auf Schulcomputern



      weitere Meldungen lesen


   

 

Gesamtschule in Niedersachsen


10. Mai 2009
Über 10.000 Teilnehmer am 9. Mai 2009 in Hannover
Eine der größten Bildungsdemonstrationen in Niedersachsen


Wann traut sich Wulff eine Kurskorrektur in der Schulpolitik zu?


NEU: Fernsehbeitrag des Lokalsenders Oldenburg Eins zur Kundgebung


Eindeutige Erwartungen von Kommunen, Landeselternrat, Schülern und GEW: Es wird Zeit für einen runden Tisch zur Lösung der brennenden Probleme!

Von diesem Erfolg waren die Veranstalter überwältigt. Ihre optimistische Prognose lag bei 5.000, doch gekommen waren mehr als doppelt so viele. Bei dem Demonstrationszug, der fast die gesamte Innenstadt von Hannover umkreiste, war eine große Zahl von Familien mit ihren Kindern zu erkennen. Die an der Planung beteiligten 44 Integrierten und Kooperativen Gesamtschulen waren an ihren Schullogos zu identifizieren. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen blieben eng zusammen. Phantasievolle selbstgemalte Transparente bestimmten das Bild. Allen stand die Freude über die Kraft gemeinsamen Handelns ins Gesicht geschrieben. „Jeder konnte den Willen der Beteiligten spüren mit weiteren Aktionen aktiv zu bleiben, bis ein Kurswechsel in der Schulpolitik erreicht wird“, kommentierte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt.




Über 10.000 demonstrieren auf dem Opernplatz gegen die Schulpolitik der Regierung Wulff

Mit Witz und Ironie brachte das Schüler-Theater der IGS Langenhagen seine Kritik an der Einführung schulform-spezifischer Kurse auf den Punkt. Nach den Reden tanzte der Opernplatz nach dem Rock der Lehrerband (Helene-Lange - IGS aus Oldenburg) und dem Rap der Gruppe „Reinheit“ aus Braunschweig. Extra für diese Veranstaltung wurden der Text und die Musik geschrieben. Schulpolitische Texte waren es natürlich, kritisch und unmissverständlich, gegen die Desasterpolitik der Wulff -CDU-Regierung. „Bei dieser Bewegung ist noch Musik drin!“, war sich Eberhard Brandt sicher.

Grußworte und Reden hielten: Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stephan Weil, die Schülerinnen Amina Yousaf (IGS Mühlenberg, Hannover) und Leoni Peters (Schülerin IGS Franzsches Feld, Braunschweig), Sebastian Fröhlich vom Landesschülerrat, Peter Krone als Vertreter der Freien Waldorfschulen, Pascal Zimmer (Vorsitzender des Landeselternrats) und Eberhard Brandt (GEW).



Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil: „Kommunen müssen die Schulen anbieten können, die die Eltern wünschen.“



„Der gemeinsame Nenner bestand in dem Anspruch an die Schulpolitik des Landes, Kommunen, Eltern und Schülerschaft nicht bevormunden zu lassen. Sie wollen selbst entscheiden, ob sie Schulen des gegliederten Schulwesen wünschen oder Gesamtschulen als Alternative.“, so Eberhard Brandt. Mit der zwangsweisen Einführung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen und der verpflichtenden Einführung von schulformspezifischen Kursen versuche Ministerpräsident Wulff ihnen ihren Schatz, den gemeinsamen Unterricht in der integrierten Sekundarstufe I, zu rauben. Wulff wolle damit die Gesamtschulen als Alternative zerschlagen. Pascal Zimmer hob hervor, dass diese Bevormundung auf den Widerspruch aller Eltern stieße, unabhängig davon, ob sie selbst ihre Kinder beim Gymnasium oder bei der Gesamtschule anmelden wollen.

Oberbürgermeister Weil drückte aus, was viele Bürgermeister und Landräte unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit denken: Kommunen müssen das Recht haben, solche Schulen anzubieten, die die Eltern ihrer Gemeinden wünschen. Das Turbo-Abitur nach Klasse 12 passe nicht zur Gesamtschule als Alternative. Entsprechend der Elternbefragung plane die Stadt Hannover drei neue IGSen. Zehn sind es bald insgesamt.

Der GEW-Vorsitzende Eberhard Brandt plädierte für den Erhalt der Vollen Halbtagsgrundschulen und forderte darüber hinaus, alle Grundschulen nach diesem Modell so mit Grundschullehrerinnen auszustatten, dass genug Stunden für Förder- und Vertretungsunterricht vorhanden sind. In einer flexiblen Eingangstufe sollten Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte zusammenarbeiten, bei genereller Integration von Kindern mit Behinderungen.



Eberhard Brandt: Einen Kurswechsel in der Schulpolitik erreichen.


Brandt forderte als Alternative für das G8 an Gesamtschulen und Gymnasien eine flexible gymnasiale Oberstufe, die in zwei bis vier Schuljahren absolviert werden kann. „Das wäre modern!“, so Brandt „Keine generelle Schulzeitverkürzung, sondern eine Individualisierung der Schulzeit am Anfang und am Ende der Schullaufbahn.“

Brandt bat die CDU- und FDP-Politiker in den Landkreisen und Gemeinden, ihre Erfahrungen in der Partei offen zur Sprache zu bringen. Er appellierte an die Landtagsfraktionen von CDU und FDP: „Haben Sie den Mut von der Konfrontation Abschied zu nehmen und Kooperation zu wagen!“ Ein Konsens der Vertretungen der Landkreise, Städte und Gemeinden mit dem Landeselternrat und der GEW als größter Bildungsorganisation sei erforderlich, um die anstehenden Probleme in der Schulpolitik zu lösen.



Bildergalerie der Veranstaltung





 

 

 






   
   
 GEW Niedersachsen   •  Berliner Allee 16   •  30175 Hannover  •  Tel. 0511 - 338040  •  Fax 0511 - 3380446