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Pressemitteilungen
DGB DGB zu den Ausbildungszahlen 2010 Eine Besorgnis erregende Bilanz Die Bilanz der jetzt veröffentlichten Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Niedersachsen ist aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Besorgnis erregend. Von den Unternehmen in Niedersachsen wurden zwar mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr angeboten, allerdings ist zeitgleich die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber deutlich angestiegen: 66.104 Ausbildungssuchenden standen damit nur 44.119 betriebliche Lehrstellen zur Verfügung. Auf einen Bewerber kamen 0,67 Ausbildungsplätze in den niedersächsischen Betrieben. Aufgrund dieses Mangels an Ausbildungsplätzen mussten im Ausbildungsjahr 2009/2010 rund 11.491 junge Menschen in Warteschleifen wie Praktika, Einstiegsqualifizierungen oder Berufsvorbereitungsmaßnahmen ausweichen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit verschleiert, dass diese weiterhin einen Ausbildungsplatz suchen, und zählt diese als versorgt. Werden diese 11.491 jungen Menschen mitgezählt, liegt die Summe der unversorgten Bewerber bei 12.994 und nicht bei 1.503 wie in der "offiziellen" Zählweise. Diese Ausbildungslücke ist aus Sicht des DGB alarmierend. "Wer eine betriebliche Ausbildung sucht, muss auch die Gelegenheit dazu erhalten", sagte DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle. "Viele Betriebe kommen ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung, in Ausbildung zu investieren, nicht nach. Deshalb fordern wir eine Ausbildungsplatzumlage". Hierbei zahlen Betriebe, die nicht oder zu wenig ausbilden, in einen Fonds ein, um damit zusätzliche Ausbildung in anderen Betrieben zu finanzieren. Betriebe, die überdurchschnittlich ausbilden, können sich dann ihre zusätzlichen Ausbildungskosten aus dem Fonds erstatten lassen. "Angesichts des doppelten Abiturjahrganges im nächsten Jahr ist es dringend nötig, dass die Arbeitgeber ihrer Verantwortung nachkommen. Andernfalls drohen uns 2011 noch größere Probleme", so Hartmut Tölle. "Der Fachkräftemangel ist hausgemacht. Kämen die Arbeitgeber ihrer Verpflichtung auszubilden nach, hätten wir keinen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Dass die Arbeitgeber kein Interesse an ausreichender Ausbildung haben, zeigt das erneute Scheitern des Ausbildungspaktes auf Bundesebene." |
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