GEW-Pressemitteilungen

Weihnachtsgeld und Besoldung: Rund 500 Beschäftigte beteiligten sich an der „Tannenbaumaktion 2014"

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes - ver.di, GdP und GEW - haben am heutigen Freitag (12.12.2014) Beamte und Angestellte zur „Tannenbaumaktion 2014" in Hannover aufgerufen. Unter dem Motto „Alle Jahre wieder" haben rund 500 Beschäftigte dem niedersächsischen Finanzminister Peter-Jürgen Schneider einen diesmal gespaltenen Tannenbaum als Weihnachtsgeschenk übergeben. Die Beamten fordern von der Landesregierung, ihnen wieder das volle Weihnachtsgeld zu zahlen. An der Aktion haben unter anderem Feuerwehrleute, Polizeibeschäftigte und Lehrkräfte teilgenommen.

Auf der Kundgebung vor dem Finanzministerium sagte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting: „Mit der heutigen Aktion ist die Tarifrunde 2015 im öffentlichen Dienst eröffnet. Das Haushaltsbegleitgesetz nehmen wir als erstes Signal für eine Erhöhung der Gehälter, das aber noch längst nicht ausreicht. Denn die Länderbeschäftigten wollen mit der Entwicklung der Einkommen in den Kommunen und dem Bund angemessen mithalten. Und noch etwas: Die Landesregierung hat die altersdiskriminierende Besoldung in Niedersachsen billigend in Kauf genommen. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts werden wir den bei uns organisierten Beamten Rechtsschutz gewähren, damit sie ihre berechtigten Forderungen durchsetzen können."

Laura Pooth, die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW, betonte: „Die Abkopplung der Besoldung der Beamten von den Tarifergebnissen in den Ländern führt in eine Sackgasse, Herr Minister Schneider. Kehren Sie um, noch ist es Zeit. In der anstehenden Tarifrunde 2015 muss endlich die Eingruppierung von 200.000 tarifbeschäftigen Lehrkräften in einem Tarifvertrag zwischen Arbeitgebern und der GEW geregelt werden. Die Zeit der einseitigen Arbeitgeberrichtlinien muss endlich beendet werden." 

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Der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Dietmar Schilff, sagte: „Auf Seiten der heutigen Landesregierung und ihrer Regierungsfraktionen sind viele, die in der Vergangenheit gemeinsam mit uns gegen die Streichung des Weihnachtsgeldes protestiert haben. Nun ist es an der Zeit, ein echtes Zeichen der Wertschätzung zu setzen: Die Wiedereinführung der Sonderzahlung ist längst überfällig.

Die finanziellen Zuschläge für Nacht- oder Feiertagsarbeit bei der Polizei sind zudem lächerlich. Die Beschäftigten bekommen zwischen 77 Cent und 2,72 Euro pro Stunde zusätzlich. Wir fordern perspektivisch fünf Euro Zuschlag. Auch hier ist die Politik dringend gefordert."