Protest gegen Mehrarbeit

Warming-up-Aktion

Diese Arbeitszeitverlängerung machen wir nicht mit. 
Das haben wir schon im vergangenen Schuljahr bewiesen: mit einer landesweiten Demo mit über 10.000 Teilnehmern, Kundgebungen bei Parteitagen von SPD und Grünen, einer Protestaktion zur Haushaltsklausur der Landesregierung, einen dezentralen Aktionstag an über 400 Schulen im ganzen Land und unzählige Flashmobs, Diskussionsveranstaltungen, Protestpostkarten, Petitionen und Briefe an die Abgeordneten des Landtags. Hinzu kommt die Ankündigung des Boykotts von Klassenfahrten an vielen Gymnasien. Doch die Landesregierung bleibt stur: Die Lehrerinnen und Lehrer sollen die Schulreformen durch Mehrarbeit gegenfinanzieren. Wir müssen und werden weiterhin dagegen protestieren. Wir haben einen langen Atem, den SPD und Grüne bis zu den nächsten Wahlen spüren werden.

Warnung vor der Schuldenbremse
Bisher gilt die Mittelfristige Finanzplanung (MIPLA), in der vorgesehen ist, dass der Kultushaushalt pro Jahr um 250 Millionen aufwächst. Was aber wenn ab 2016 die die Schuldenbremse greift und die Steuereinnahmen schwächeln? Dann ginge es nicht nur darum, den Ausbau des Ganztags oder die Inklusion durch Mehrarbeit mitzufinanzieren. Dann könnte die Regierung auf die Idee kommen, fehlendes Geld in größerem Stil durch weitere Mehrbelastungen auszugleichen. Und Einstellungen zu reduzieren. Das hatten wir schon mal.
Wir müssen daher ein klares Zeichen setzen: Wir geben nicht klein bei. Wir sind fit für die nächste Protestwelle. Wer die Axt an den Bildungsetat legt, muss wissen, was er damit auslöst. Wir brauchen Entlastung statt Belastung.

20.-23.10.2014: Der Protest geht weiter!
Die GEW ruft daher zu einer warming-up-Aktion auf. Vor den Herbstferien wollen wir der Landesregierung zeigen, dass mit uns zu rechnen ist. Wenn die Mehrbelastung bleibt und die Kürzungen kommen, werden wir da sein. Wir sind fit für den Protest.

Bilder (Wir danken für die eingereichten Fotos und Filme)

 

 

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