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Novelle
Niedersächsisches Schulgesetz - Materialien
November
2005
Ein Kommentar
von Ulrich Hermann
Diagnose:
Testeritis
Soll Schule betrieben werden, um bessere
PISA-Rangplätze zu erreichen? Und
nur in Kernfächern wie Deutsch und Mathematik? Wo bleiben die Lernfelder
der reflexiven Selbsterfahrung und der kreativen Selbstdarstellung?
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November
2005
Das
Ende des Modellversuchs abwarten
Die Landesdelegiertenkonferenz der GEW am 10./11. Oktober 2005 in Wolfsburg hat
die Übertragung von Elementen des Modellversuchs ProReKo auf alle Berufsbildenden
Schulen des Landes abgelehnt.
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November
2005
Gesetzentwurf
zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule bekannt geworden
GEW fordert Busemann auf: „Ziehen
Sie diesen Entwurf zurück!“
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat die GEW ihre Kritik an dem jetzt bekannt
gewordenen Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Einführung der
Eigenverantwortlichen Schule“ vorgestellt. Wie der GEW-Landesvorsitzende
Eberhard Brandt ausführte, wird mit diesem Gesetz „eine autoritäre
Schulverfassung eingeführt, wie wir sie in Niedersachsen seit 1947 nicht
kennen“. Auf der Ebene der Bundesländer sei die Schulverfassung in
ihrer Rigidität beispiellos. Wesentliche Merkmale seien „die Entrechtung
der Kollegien“ und spiegelbildlich dazu eine „einzigartige Machtstellung
der Schulleiterinnen und Schulleiter“.
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Oktober
2005
Landesdelegiertenkonferenz 2005
Resolution zur Eigenverantwortlichen Schule
Die Delegierten der LDK beschließen folgende Resolution:
Die GEW setzt sich für die Qualitätsentwicklung von Schule
ein und hat deren Grundsätze und Voraussetzungen in dem Konzept „Demokratische
Schule – eine Schule für alle“ formuliert. Das von
der niedersächsischen Landesregierung geplante Vorhaben der eigenverantwortlichen
Schule ist mit diesen Grundsätzen nicht vereinbar, denn der geplante
Paradigmenwechsel im Bildungswesen führt weder zu einer wirklichen
Qualitätsverbesserung, noch zu einer wirklichen Eigenverantwortlichkeit
oder zu mehr Chancengleichheit.
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Oktober
2005
Landesdelegiertenkonferenz 2005
Entschließung
Dringender Appell zu den aktuellen Entscheidungen zur Eigenverantwortlichen
SchuleDie GEW Niedersachsen fordert den Niedersächsischen Kultusminister
auf, die Veränderung der Schulbehörden und der Aufgaben und
Rechte der Schulleiterinnen und Schulleiter sowie der Kollegien in Übereinstimmung
mit den Vorstellungen der Lehrerschaft durchzuführen und sich
von ideologisch motivierten Vorschlägen einer vorgeblich „Eigenverantwortlichen
Schule“ zu verabschieden.
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Oktober
2005
Kultusminister
Busemann bei der GEW-Landesdelegiertenkonferenz
2005
Kein
Heimspiel
Zum zweiten Mal seit dem Beginn seiner
Amtszeit im Jahre 2003 sprach Kultusminister
Busemann (CDU) vor einer LDK. Schon die Ausstattung des Congresszentrums mit
einer Fülle von Plakaten (Beispiele: „Die Gesamtkonferenz muss allzuständig
bleiben“, „Bertelsmann raus aus den Schulen“, „Aufhebung
des Gesamtschulverbotes“, „Für vier
Standorte als Abteilungen der Landesschulbehörde“) gab einen Vorgeschmack
darauf,
dass dieser Auftritt kein Heimspiel sein würde. So sah es Busemann zu Beginn
seiner Rede
auch selbst.
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September
2005
Fünf
Einsprüche gegen die technokratische
Umsteuerung des Bildungswesens
Das
Bildungswesen ist kein Wirtschaftsbetrieb
Unstrittig steht eine strukturelle und inhaltliche Reform von Schule und Hochschule
auf der Tagesordnung. Es besteht kein Zweifel an der Unterfinanzierung, der mangelhaften
Effektivität und der sozialen Ungerechtigkeit des Erziehungssystems. Der
Steuerstaat ist nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen in Zugzwang.
Die nun ins Werk gesetzten Maßnahmen aber der politisch administrativen
Bevormundung, der technokratischen Steuerung und Kontrolle und der einseitigen ökonomischen
Indienstnahme von Erziehung, Studium und Forschung sind ungeeignete Mittel, den
Mängeln in Schule und Hochschule abzuhelfen.
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Juni
2005
Hearing „Eigenverantwortliche
Schule“
am 15. / 16. Juni 2005 auf dem EXPO-Gelände
GEW bezieht Position
Die Multimedia Berufsschule auf dem EXPO-Gelände Hannover
war am 15. und 16. Juni Tagungsort des Hearings, das das MK zum
Thema „Eigenverantwortliche Schule“ veranstaltete.
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Juni
2005
Ein informierender Blick auf die
niedersächsische Diskussion und einige Ergebnisse eines
GEW-Workshops der berufsbildenden Schulen am 17. März 2005
in Verden
Schulqualität – was
ist das eigentlich?
Die Diskussion um gute Schulen wurde immer schon in den Schulen
und in der Politik geführt, nun hat sie eine andere grundsätzliche
Ausrichtung bekommen.
| Der komplette Text ist hier als
.pdf Datei zum Download verfügbar |
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Juni
2005
Pressemitteilung des MK
Auftakt im Emsland
„Die Schulen im Kooperationsprojekt können mit Unterstützung
der Bertelsmann - Stiftung jetzt einen wesentlichen Schritt
hin zur Eigenverantwortlichkeit machen, weil sie mit dem von
der Bertelsmann Stiftung zur Verfügung gestellten Instrumentarium
SEIS (= Selbstevaluation in Schulen) ein erprobtes, mit Vergleichsdaten
unterlegtes Verfahren zur Ermittlung ihres Qualitätsprofils
einsetzen können“, begrüßte Kultusminister
Bernd Busemann in Meppen den offiziellen Start der Zusammenarbeit
von vorerst 39 Schulen in der Bildungsregion Emsland. Weitere
Schulen befänden sich noch im Entscheidungsprozess und
könnten zu einem späteren Zeitpunkt noch dazu kommen.
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April
2005
Gemeinsame Pressekonferenz von MK und Bertelsmann
- Stiftung
An ein Ranking wird nicht gedacht
Am 12. April 2005 fand im Landtag eine gemeinsame Pressekonferenz
des Niedersächsischen Kultusministeriums und der Bertelsmann-
Stiftung zum Start des Kooperationsprojekts „Eigenverantwortliche
Schule und Qualitätsvergleiche in Bildungsregionen“ statt
.Minister Busemann führte aus, nach der Veränderung
der Schulstrukturen wolle man sich nun verstärkt um
die Inhalte kümmern. In jeder Schule müsse und
werde Qualitätssicherung ein entscheidender Baustein
sein; zur Unterstützung in diesem Bereich habe man
die Bertelsmann Stiftung gewonnen.
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Gemeinsame
Pressekonferenz. Auf unserem Foto (v.lks.) Ministerialrat
Brockmann(MK), Kultusminister Busemann, Jens Dohmes
von der Neuen Osnabrücker Zeitung
und Prof. H. Meffert (Bertelsmann Stiftung) |
April
2005
GEW-Gewerkschaftstag vom
23. bis 27. April in Erfurt
Niedersächsischer
Antrag zur Eigenverantwortlichen Schule beschlossen
Vom 23. bis 27. April war die Messehalle in Erfurt Tagungsort
des Gewerkschaftstages 2005. Unter den 430 Delegierten
aus den 16 Landesverbänden der GEW waren 34 Kolleginnen
und Kollegen aus Niedersachsen. Die GEW Niedersachsen
stellte damit eine der größten Delegationen.
Informationen über die Ergebnisse des Gewerkschaftstages
sind auf der Homepage der GEW-Bundesorganisation (www.gew.de)
zu finden. Zum Thema „Selbstständige Schule“ beschloss
der Gewerkschaftstag den dazu vorgelegten Antrag der
GEW Niedersachsen und des Fachgruppenausschusses Gesamtschulen.
Den Beschluss veröffentlichen wir hier im Wortlaut.
| Der Beschluss ist auch hier als
.pdf Datei zum Download verfügbar |
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März
2005
Arbeitgruppe
„Schulinspektion“ legt
Abschlussbericht vor
Schulen werden alle vier Jahre besucht
Im laufenden
Monat nimmt die Niedersächsische Schulinspektion
im Schloss in Bad Iburg ihre Arbeit auf. Ab Herbst 2005
inspizieren neu ausgebildete SchulinspektorInnen eigenständig
niedersächsische Schulen, ab 2006 beginnt flächendeckend
die sog. Erstinspektion, die im Jahr 2009 für alle
niedersächsischen Schulen abgeschlossen sein soll.
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März
2005
Eigenverantwortliche Schule
Was wird aus der Gesamtkonferenz?
Abschaffen oder Aufgaben entziehen
Die Bewerbung für das Projekt “Eigenverantwortliche
Schule”
wird derzeit in einigen Schulen erörtert. Bis zum
11. März haben die Gesamtkonferenzen Zeit, zu beschließen,
ob sie sich an diesem Vorhaben von Kultusministerium
und Bertelsmann-Stiftung beteiligen.
Für viele Kolleginnen und Kollegen ist es eine zentrale
Frage, was in der eigenverantwortlichen Schule aus der
Gesamtkonferenz wird. Die GEW und die Bezirkspersonalräte
erhalten Anfragen, ob denn gesichert sei, dass die Kollegien
ihre demokratischen Mitbestimmungsrechte behalten. Personalversammlungen
wollen klare Aussagen, damit sie sich entscheiden können.
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Februar
2005
Abschlussbericht liegt vor / Die „Eigenverantwortlichen
Schule“ hat massive Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation
Tiefgreifende Veränderungen für alle Lehrkräfte
Wird es jetzt amtlich? Bereits Ab Anfang 2006 sollen
alle Schulen des Landes in die niedersächsische
Version einer „Eigenverantwortlichen“
Schule umgewandelt werden. Das jedenfalls sieht der Abschlussbericht
einer ministeriellen Arbeitsgruppe vor, der Kultusminister
Busemann jetzt unterbreitet worden ist. Die GEW macht
darauf aufmerksam, dass die Vorschläge dieser Kommission – würden
sie so, wie sie jetzt vorliegen, umgesetzt - zu tiefgreifenden
Veränderungen vor allem bei der Arbeitssituation
der Lehrerinnen und Lehrer führen würden. GEW-Landesvorsitzender
Eberhard Brandt forderte Kultusminister Busemann auf,
sich die Empfehlungen der Kommission nicht zu eigen zu
machen.
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Mai
2000
Das Bildungswesen unter dem Druck globaler
Märkte
Die Schule in der Marktfalle
von Prof. Friedhelm Hengsbach
Schule unter dem Druck globaler Märkte. Das
war das Thema eines Referates, dass Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ (Frankfurt)
anlässlich
einer Tagung von Unesco-Projektschulen in Hohenwart gehalten hat. Auf drei Fragen
ging Hengsbach dabei ein: Was versteckt sich hinter der so genannten „Globalisierung
der Märkte“? Stolpert die Schule in die Marktfalle? Und Wie bedrängt
die Krise der Arbeitsgesellschaft die Schule?
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